Wenn bigotte Christen-Medien über polyamante Piraten berichten


Johannes Ponader, Bild: FAZ

Irgendwie anders, etwas verrückt und skurril – so wirkt die Piratenpartei auf ihre Beobachter. Genauso schillernd ist der auf dem Bundesparteitag am 29. April in Neumünster neu gewählte politische Geschäftsführer, Johannes Ponader (Berlin).

idea.de

Der 35-Jährige, der 74,4 Prozent der Delegiertenstimmen auf sich vereinen konnte, bezeichnet sich selbst als „Gesellschaftskünstler“. Er verdient sein Geld als freischaffender Autor, Schauspieler und Regisseur. Ponader, der nach eigenen Angaben Mitglied der evangelischen Kirche ist, bezeichnet sich als „polyamant“. Unter Polyamorie versteht man das Zusammenleben mit mehreren Partnern bzw. Partnerinnen. Über seine näheren Lebensumstände wollte Ponader auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea allerdings keine Angaben machen. Der Generalsekretär des evangelischen Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge „Weißes Kreuz“, Rolf Trauernicht (Ahnatal bei Kassel), erläuterte die Lebensweise auf Anfrage von idea: „Weltanschaulich stellt das polyamore Konzept die Vorstellung in Frage, dass Zweierbeziehungen die einzig erstrebenswerte, beste oder mögliche Form des Zusammenlebens darstellen. Es bejaht, dass ein Mensch mit mehreren Personen zur gleichen Zeit glückliche Liebesbeziehungen unterhalten kann.

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3 Comments

  1. Auffallend ist nur, dass immer mehr Spinner meinen, sie müssten unbedingt öffentlich mitreden. Als hätten die nicht genug mit ihren eigenen, wahrscheinlich selbst uneingestandenen, Problemen zu tun.

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  2. Mich interesssiert herzlich wenig, zu welcher Religion sich Politiker bekennen. Hauptsache, sie halten die strikte Trennung von Religion und Politik ein, was sie derzeit leider nicht befolgen. Der Einfluß der Religionen auf die Politik hat schließlich der Menschheit viele blutige Kriege beschert. Religiotische Politiker wie die Nahles, der Thierse, die Göring-Eckardt, der Gabriel. der Kauder, die Merkel u.a., die bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit ihrer Religion hausieren gehen, sind mir ein Greuel.

    (Übrigens: Als Gräuel bezeichnet man in der Schweiz – meinen Geburtsland – ein Grautier bzw. einen Esel. Ich verweigere mich daher der dämlichen Rechtschreibreform.)

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