Frauen ab in die Religion, Männer raus aus der Kirche


Eine Nonne unterhält sich mit einem Kardinal während des 2. Vatikanischen Konzils. (picture alliance | ANSA)

Ein Vortrag des Historikers Manuel Borutta über die Grenzen der Säkularisierung im 19. Jahrhundert

DRadio Wissen

Frauen ab in die Religion, Männer raus aus der Kirche – so der Historiker Manuel Borutta über den Kulturkampf.

Die liberalen Männer des 19. Jahrhunderts wollten Kirche und Staat nach dem Vorbild der Ehe trennen. Die Frauen sollten sich in der christlichen Armenfürsorge, der Krankenpflege und Erziehung engagieren, die bürgerlichen Männer hingegen das staatliche Monopol repräsentieren und die Kirche somit im Zaum halten.

Die Feminisierung der Religion

Über die Feminisierung der Religion hielt der Historiker am 31. Januar 2012 in der Ringvorlesung „Religion und Geschlecht“ des Exzellenzclusters der Universität Münster den Vortrag „Kulturkampf als Geschlechterkampf“. Manuel Borutta hat an der Ruhr-Universität Bochum eine Juniorprofessur für die Kulturgeschichte des Mittelmeerraumes inne. Schwerpunktmäßig forscht er zum Antikatholizismus im Zeitalter der europäischen Kulturkämpfe.