Islamophobie im US-Militär: Mekka und Medina zerstören


Der Islam sei keine Religion sondern eine Ideologie, lernten US-Offiziere. Bild: reuters

US-Offiziere lernten in einem Ausbildungskurs, wie Krieg gegen den Islam geführt werden sollte – inklusive Atombombe. Erst jetzt meldete sich ein Teilnehmer mit Bedenken.

Von Frauke Bögertaz

Ein neuer Skandal um islamophobe Ausbildungsinhalte erschüttert die US-Armee. „Was also können wir tun?“, fragte ein Kurs für Offiziere des US-Militärs am Norfolk Virginia College. Die Antwort war „ein Modell für einen Gegendschihad“ von Oberstleutnant Matthew A. Dooley, dessen Unterrichtsmaterialien jetzt von der Onlineausgabe des US-amerikanischen Magazin Wired veröffentlicht wurden.

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3 Comments

  1. In dem von „Wired“ ins Netz gestellte Militärische Unterrichts/Propagandamaterial „predigt“ ein Oberstleutnant Matthew Dooley seinen US Offizieren, er gehe davon aus, die „Genfer Konvention“ – also das humanitäre Völkerrecht in Kriegen – sei beim Krieg gegen die islamische Zivilbevölkerung nicht mehr anzuwenden. Er plädiert für das Aushungern der Bevölkerung Saudi Arabiens sowie für atomare Angriffe auf die zivile Bevölkerung von Mekka und Medina, wie sie im August 1945 von den US Streitkräften -wie wir heute wissen ohne militärische Notwendigkeit – gegen die Zivilbevölkerung von Hiroshima und Nagasaki erfolgt sei. So könne der globale Islam zu einer unbedeutenden Sekte „geschrumpft“ werden. Dooley bedauert im Unterrichtsmaterial, dass solche Ideen immer noch als „politically incorrect“ bezeichnet würden.

    Dass religiöse Motive beim Kampf der US Streitkräfte kein Einzelfall sind, zeigt der US Generalletnant William B. Boykin, der es liebte, in KampfUniform bei kirchlichen Messen zu predigen: wir sind die Guten!

    1993 stellte Boykin den christlichen Gott dem Glauben eines somalischen Warlords gegenüber: „I knew my God was bigger than his. I knew that my God was a real God and his was an idol.“
    2003: Betreffend George W. Bush (US-Präsident): „Warum ist dieser Mann im Weißen Haus? Die Mehrheit der Amerikaner hat ihn nicht gewählt. Warum ist er hier? Und ich sage Ihnen heute morgen, er ist im Weißen Haus, weil Gott ihn dorthin gestellt hat in diesen Zeiten!“
    In Uniform behauptete Boykin vor Angehörigen einer religiösen Gruppe, dass Islamisten die Vereinigten Staaten deswegen verachten würden, „weil wir eine christliche Nation sind, weil unsere Wurzeln jüdisch-christlich sind.[…]Der Feind ist ein Kerl namens Satan.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/William_G._Boykin

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  2. Dass nur „der Islam … keine Religion [sei] sondern eine Ideologie“ ist eine Ideologie mit stark religiotischem Hintergrund!

    Der chauvinistische Anspruch, im Besitz der allein selig machenden Wahrheit zu sein, führt zwangsläufig zu einer irrationalen Selbstüberhöhung. (Da sind die Islamisten nicht alleine!) Die Hardcore-Religioten in „GOC“ halten sich offenbar mittlerweile für das neue „auserwählte Volk“, das alle anderen nicht nur bevormunden/beherrschen, sondern allen anderen auch noch seine Form des religiotischen Wahns oktroyieren muss.

    Es ist lange an der Zeit, die falschen religiotischen Ideologien sterben zu lassen, bevor noch mehr Menschen für falsche religiotische Ideologien sterben!

    Jeder Politiker, der mit seinen religiotischen Wahnvorstellungen hausieren geht, sollte IMO auf der Stelle sein Mandat und Amt verlieren. Wer seinen „unsichtbaren Freund Harvey“ zu seinem politischen (und/oder militärischen) Ratgeber erklärt, gehört in die Klappse statt in ein Parlament oder gar in eine Regierung!

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  3. Das ganze riecht mal wieder nach Anspruch auf religiöse Vorherrschaft. Wenn die „religiösen Tortentänzer-Amis“ wirklich dauerhaften Frieden haben wollen, müssten sie Rom , Jerusalem und alle übrigen Hochburgen irgendwelcher Religioten, vor allem auch in den USA selbst, mit platt machen. Wer im Zeitalter der Atombomben mit dem Gedanken spielt Weltreligionen gewaltsam zu beeinflussen, spielt allerdings mit dem Fortbestand der gesamten Menschheit. Wenn es einen „Allmächtigen“ gäbe, könnte er dieses Problem doch locker, ohne Mord und Totschlag, aus der Welt schaffen. Aber ohne dies zu hinterfragen lobt, preist und dankt man lieber einem imaginären Gehirngespinst für den katastrophalen Zustand, in dem sich die Weltgemeinschaft, durch den Irrsinn der Religionen, befindet.

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