Steinmeier, Beckstein, Göring-Eckardt: Religions-AgitProp


Plädiert für ein Einmischen der Kirche in den politischen Diskurs: Frank-Walter Steinmeier
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Hochrangige Politiker haben sich in einer Publikation der „Hanns-Lilje-Stiftung“ für eine Einmischung der Kirche in die Politik ausgesprochen. Für SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier müssen Christen jenen eine Stimme geben, die sonst niemand hört – auch in der politischen Debatte.

pro Medienmagazin

Steinmeier plädiert für ein Einmischen der Kirche in den politischen Diskurs. „Kirche ist fest in der Gesellschaft verankert, nah bei den Menschen. Was sie sagt, kann niemand leicht überhören. Und deshalb spricht sie auch für diejenigen, die allein nicht gehört würden“, schreibt er. Einzigartig mache die Kirchen die christliche Botschaft, „eine Kraft der Veränderung“. Weiter erklärt er: „Sie macht Menschen frei von unwürdigen Zwängen, sie stiftet Solidarität. Ich halte nichts davon, Politik mit der Bibel in der Hand zu machen. Aber mein Glaube gibt mir Zuversicht für mein Handeln. Durch ihn weiss ich, dass ich nicht die ganze Welt retten muss und doch die nötigen Schritte wagen kann, um meine Ideen zu verwirklichen.“ Steinmeier ist auch Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

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5 Comments

  1. Wenn all diese von anmaßende,selbstberufenen und selbstermächtigten Menschen, die wahre >Kirche Gottes und Jesu ChristiWeichet von den geistig Toten,denn Christus ist heute derselbe, wie in der Geschichte und Vergangenheit<

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  2. Wie’s der Zufall so will, hatte ich am zurückliegenden Samstag, 12.5.12 in Stuttgarts Innenstadt ein längeres Gespräch mit Ute Vogt, SPD-MdB und frühere SPD-Landesvorsitzende in Ba-Wü. Ich gab mich als ehemaliges SPD-Mitglied zu erkennen und erklärte ihr auch, weshalb ich seinerzeit aus der SPD ausgetreten bin. Ich fragte Frau Vogt u.a. weshalb denn die SPD den Laizisten in der SPD keinen Arbeitskreis zubillige. Ihre Antwort fiel allerdings nicht befriedigend aus, denn sie sah für einen solchen AK keinen plausiblen Grund. Auf meinen Hinweis, dass es aber in der SPD auch einen AK für Christen gäbe, gab’s lediglich ein hilfloses Schulterzucken.

    Auf die Nähe der SPD zu den christlichen Kirchen angesprochen, räumte Frau Vogt ein, dass es für die SPD in früheren Zeiten stets ein Problem gewesen sei, mit den Kirchen klarzukommen. Dieser Situation wollte man entgegentreten und hätte sich in der Folge um ein entspannteres Verhältnis zu den Kirchen bemüht. Das kann man zwar durchaus als in strategischer Hinsicht nützliches Verhalten der SPD werten, aber ob sich dieser Schmusekurs auch in Zukunft verfolgen läßt, muß doch bezweifelt werden. Ich verwies dann auf die Bemühungen der Piratenpartei, eine eher laizistisch orientierte Politik in Deutschland anzustreben. Ich erwähnte in diesem Zusammenhang auch die von Frau Merkel seinerzeit erhobene Forderung nach einem Gottesbezug in der EU-Verfassung. Ich konfrontierte Frau Vogt dann mit der Forderung nach Kündigung des Konkordates mit dem Vatikan und der Kündigung der diversen Staatsverträge mit der evang. Kirche. Sie meinte dazu lediglich, dass sie als Katholikin auch nicht in allen Punkten mit dem Papst konform gehe, gab aber einer Kündigung des Konkordates keine Chance.

    Das Gespräch verlief trotz meiner teilweise provokanten Einwürfe überaus freundlich. Es zeigte sich aber auch, dass das am Laizismus orientierte Denken bei der SPD noch lange nicht angekommen ist. Da müssen wohl die Piraten dafür sorgen, dass endlich Bewegung in diese alten, verharzten Fronten kommt.

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  3. oh Mann! Wann hört die SPD endlich auf sich an die Kirchen anzubiedern um sich wieder ihren sozialen demokratischen Werten zuzuwenden!? Zuerst verhindert Frau Nahles einen Arbeitskreis der Laiszisten, jetzt kriecht Steinmeier den Kirchen darein wo´s nie hell wird…
    Peinlich!

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  4. Das war´s! SPD nicht mehr wählbar! Die sind ja schlimmer als die von der CDU/CSU. Und Sozialdemokraten waren einst die Hoffnungsträger für einen -Staat ohne Einmischung von selbsherrlichenGeistergläubigen-. (Bedauerlich, was Machtgier alles aus Menschen werden lässt!)

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