Vatikan: Grab von Mafioso geöffnet


Mafioso Enrico De Pedis – genannt „Renatino“ – wird die seltene Ehre zuteil, an der Seite von Kardinälen und anderen hohen Kirchenmännern beerdigt zu werden. (Foto: picture alliance / dpa)

Vor fast 30 verschwindet die Tochter eines Hofdieners von Papst Johannes Paul II. im Vatikan. Seitdem wird immer wieder vermutet, der Vatikan habe die Finger im Spiel. Gerüchten zufolge soll die 15-Jährige zusammen mit einem erschossenen Mafia-Boss beigesetzt worden sein. Jetzt wird das Grab geöffnet und bringt Gewissheit an den Tag.

n-tv

Knapp 29 Jahre nach dem spurlosen Verschwinden der Tochter eines Vatikan-Angestellten ist in einer spektakulären Aktion das Grab eines berüchtigten Mafia-Bosses geöffnet worden. Im Sarg befanden sich jedoch entgegen Spekulationen nur die Überreste des „Renatino“ genannten Mafioso Enrico De Pedis. Die Ermittler entdeckten neben dem Sarg noch eine Kassette mit Knochen, die nicht zu dem Leichnam gehören – doch inzwischen wird davon ausgegangen, dass es sich möglicherweise um 200 bis 300 Jahre alte Knochen handelt, wie die Ansa berichtet. Denn in der Krypta würden weitere Kistchen mit Knochen Verstorbener verwahrt. Die Überreste sollten nun untersucht werden. Das Verschwinden der 15-jährigen Emanuela Orlandi bleibt aber vorerst ungeklärt.

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