Stoiber: Kirche soll mehr missionieren


Der Privatsekretär des Papstes, Georg Gänswein (r.), mit Bayerns ehemaligem Ministerpräsidenten Edmund Stoiber .Bild: dpa

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber mahnt zu einem selbstbewussten Vertreten des christlichen Glaubens in Deutschland. Im Gespräch mit FOCUS Online wünscht sich Stoiber zudem mehr Missionierung durch die Kirche in unserer Gesellschaft.

Von Martina FietzFOCUS ONLINE

FOCUS Online: Sie erinnern sich in Ihrem Beitrag für das Buch „Prominente über den Papst“ daran, dass Sie in Ihrer Eigenschaft als bayerischer Ministerpräsident Benedikt XVI. 2006 bei seinem Heimatbesuch auf dem Flughafen in München begrüßt haben. Was ist Ihnen damals durch den Kopf gegangen?

Edmund Stoiber: Das war für mich ein sehr bewegendes Ereignis. Ich kenne Josef Ratzinger seit 1969. Ich bin ihm in seinen verschiedenen Positionen begegnet – als Professor, als Erzbischof von München und Freising, als Vorsitzender der Glaubenskongregation und als Papst. Wenn dieser weltumspannende und polyglotte Mann seine Heimat besucht, die er so sehr liebt, keine offizielle Deutschland-Visite abstattet, sondern explizit einen Besuch zu Hause, dann ist das ein hoch emotionales Ereignis…

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1 Comment

  1. Soll er missionieren. Dann wird der ‚Kampf‘ wenigstens offen und nichtmehr so scheinheilig verlogen wie die Kirche es oft tut – mit der falachen Toleranz, die sie fuer sich selbst einfordern. Sollen sie doch mal die Karten auf den Tisch legen, dann weiss jeder, woran er ist.
    Ich schaetze, die Gegenwehr wird gross genug sein.

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