Piusbrüder: Vatikan tritt die Bremse


Die römische Glaubenskongregation hält eine Einigung mit Ultrakonservativen noch nicht für möglich. Diese Entscheidung steht in auffallendem Gegensatz zu den jüngsten Verlautbarungen der Traditionalisten.

Von Paul KreinerDie Presse

Im Streit zwischen dem Vatikan und der ultrakonservativen Piusbruderschaft tritt der Vatikan in Gestalt der römischen Glaubenskongregation nun auf die Bremse. Nach einer Sitzung am Mittwoch teilte der Vatikan kryptisch mit, die 30 versammelten Kardinäle und Bischöfe hätten „Anmerkungen für die weitere Diskussion formuliert“.

Ferner hat die Glaubenskongregation die Piusbruderschaft nun praktisch gespalten oder deren innere Spaltung nachvollzogen: Als Ansprechpartner betrachtet Rom nur mehr den offenbar konsenswilligen Generaloberen Bernard Fellay. Die drei anderen, die „oppositionellen“ Bischöfe der Bruderschaft, darunter der Holocaust-Leugner Richard Williamson, sollen „gesondert und einzeln behandelt“ werden.

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