Norwegen will Staatskirche abschaffen


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In Norwegen geht die jahrhundertealte Tradition der evangelisch-lutherischen Staatskirche zu Ende. Am Montag will das Parlament über eine Verfassungsänderung abstimmen, die Voraussetzung für ein neues Kirchengesetz ist. Dabei wird mit einer breiten Zustimmung gerechnet. Bereits vergangenen Dienstag hatte der zuständige parlamentarische Ausschuss für Kirche, Ausbildung und Forschung den Gesetzentwurf einstimmig gutgeheißen.

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Die neuen Regelungen sehen unter anderem vor, dass anstelle des Staates künftig die norwegische Kirche Bischöfe und Pröpste ernennen kann. Der Staat ist nicht mehr „konfessionsgebunden“; der Status des lutherischen Bekenntnisses als „öffentliche Religion“ wird abgeschafft. Auch die Kirchensteuer in ihrer heutigen Form wird abgeschafft. Minister müssen nicht mehr Kirchenmitglieder sein.

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