Herne: Integrationsrat verpflichtet sich zur Neutralität


Mitglieder des Integrationsrates der Stadt, Bild: DERWESTEN

Erklärung mit breiter Mehrheit verabschiedet: Bei Veranstaltungen sollen keine religiösen und politischen Schriften ausliegen

Von Ute EickenbuschDERWESTEN

Es hatte Beschwerden gegeben, zuletzt beim Abschlussfest der Interkulturellen Woche im letzten Herbst. Besucher und Organisationen hatten sich daran gestoßen, dass an einzelnen Ständen Schriften mit islamisch-fundamentalistischen Inhalten auslagen. Um solchen Irritationen zu vermeiden, hat der Integrationsrat jetzt mit breiter Mehrheit eine Selbstverpflichtungserklärung verabschiedet. Das Gremium will künftig bei allen Veranstaltungen, die der Integrationsrat ausrichtet oder an denen er beteiligt ist, „darauf verzichten, religiöse, politische und weltanschauliche Schriften und Medien auszulegen und zu verteilen“. So werde niemand in seinen Grundwerten verletzt und ein respektvolles Miteinander gefördert.

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2 Comments

  1. Ich habe nichts dagegen, wenn bei Veranstaltungen politische und religiöse Schriften ausliegen. Anders kommt man ja sonst kaum an diese Schriften heran. Nur wenn sie öffenlich ausliegen, besteht die Möglichkeit, dass man sie einbehalten und dem Müll übergeben kann.

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  2. Die Durchsetzung solcher Maßnahmen wäre aber auch das Mindeste. Dann würden auch die Grundwerte der Nichtreligioten seltener verletzt werden.

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