Sechster Welt-Skeptiker-Kongress: Kritisches denken fördern


Sorgenkinder der „Skeptiker“ sind unter anderem Lobbyisten, die ihre Anliegen mit angeblichen wissenschaftlichen Belegen untermauern. (Bild: Stock.XCHNG / Andy Stafiniak

Unter Akademikern wie auch im Rest der Gesellschaft ist kritisches Denken Mangelware – meinen die sogenannten „Skeptiker“. Sie wundern sich darüber, was so alles in oder trotz der Wissenschaft geglaubt wird. Unter dem Motto „Wissenschaft fördern in einer Zeit der Ungewissheit“ trafen sie sich jetzt in Berlin.

Von Daniela Siebert Deutschlandfunk

Warum glauben immer noch so viele Menschen, wir würden nur zehn Prozent unseres Gehirns benutzen? Was passiert wenn ein Moskito genau in einen Akupunktur-Punkt sticht?

Solche Fragen werden auf dem Welt-Skeptiker-Kongress gestellt. Der hatte dieses Jahr das Motto „Wissenschaft fördern in einer Zeit der Ungewissheit“. Das Anliegen, das dahintersteht, erklärt Julia Offe, Kongress-Organisatorin von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften, GWUP:

„Wir wollen damit sagen, dass viele Leute heutzutage ein bisschen überfordert sind mit den ganzen Entscheidungen, die sie treffen können, mit Unsicherheiten, und dann gerne einfache Antworten suchen, so wie sie zum Beispiel Wahrsager oder auch Alternativmediziner anbieten.“

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3 Comments

  1. Wissenschaft ist eine Ergebnis offene Methodologie des Zweifels, sie nutzt Theorien, Tests, Hypothesen, Fakten und Fossilien wieder und immer wieder auf der Suche nach begründbaren Erklärungen für eine allen Beteiligten frei zugängliche und beliebig nachprüfbare Realität. Forschendes Denken im Zweifel als zentrales Element neuer Erkenntnis reduziert Theologie zur Pseudo-Wissenschaft, die nicht lernfähig ist.

    Etwa 4350 Religionen üben fortlaufend parasitären Diebstahl in jeweils fremden Kulten. Zweifel an kopierten Mythen werden mit Drohungen vom Ausschluss, Entzug der Privilegien bis hin zum Mord bestraft. Christliche „Wahrheit“ negiert reales Wissen und historische Fakten. Eine so krasse Realitätsverweigerung gilt medizinisch als Wahn und entwickelt sich leicht zur psychopathologischen Schizophrenie, sobald der Wähnende leidet oder sein Verhalten für die Mitwelt unzumutbar gefährlich wird.

    Kern christlicher Drohungen ist die Erbsünde auf Konzilen 418 n.C. und 431 n.C. als göttlicher Fehler der absolut perfekten Schöpfung erdacht. Unter 10% der Priester glauben den Quatsch. Schuldkomplexe wirken sich psychisch zerstörend auf gläubige Einfaltspinsel aus, die nach frühkindlicher Gehirnwäsche absurde Idiotien wie Kannibalismus für göttlich halten.

    Die Moralschwelle wird so weiter nach hinten verlegt und schafft neue Schuldgefühle in mentaler Abhängigkeit. Je schuldiger sich jemand fühlt, umso leichter manipulierbar ist er. Gott als Fiktion schizophrener Gehirne mildert psychische Schwächen in geistiger Einfalt. Der Arzt E. Schaetzing nennt 1955 das Symptom seiner Patienten »ekklesiogene Neurose«, die nach der RKK Dogmatik unter eingebildeten Schuldgefühlen und sündhaften Störungen leiden. Durch externe Stimulierung von Gehirnarealen sind solche religiösen Phantasien künstlich erzeugbar.

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  2. Der Ansatz dieser Gruppe ist ganz hervorragend. Leider sind auch Wissenschaftler vom schnöden Mammon abhängig und deshalb auch gefährdet durch Geld Informationen zu manipulieren.
    Ich bin sehr vorsichtig, wem ich Glauben schenke und muss viele Dinge zwangsläufig als real ansehen, weil eben niemand alles wissen kann. Wenn mir aber ein Wissenschaftler mit Religiotie oder Esomist was erzählen möchte, gehen bei mir alle Alarmglocken an.
    Man kann m.E. garnicht vorsichtig und skeptisch genug sein. Jahrhunderte der Verblödung durch die Religioten waren nur möglich, weil die Menschen alles glaubten was ihnen ein sog. Gelehrter erzählte. Nicht umsonst war es Jahrhunderte bei Todesstrafe verboten, eine Bibel zu besitzen.
    Immer schön skeptisch bleiben!

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  3. Der Artikel beginnt mit einem guten Ansatz, verheddert sich aber dann mit unzulässigen Pauschalunterstellungen und Pauschalgleichsetzungen.
    Die Skepsis gegenüber naturwissenschaftlich oft fragwürdigen medizinischen statistischen Erhebungen, wie jener zum Passivrauch gleich (ab-) zu werten, wie jene, die die Klimaerwärmung betreffen und auch die Lobby hinter den beiden als „isokorrupt“ tot zu argumentieren, ist gelinde gesagt problematisch, klar ausgedrückt jedoch dumm, dreist und blauäugig unskeptisch.

    Ich las hier schon besseres.

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