Die Jungfrau weint Männerblut


Entlarvt die Wunder Gottes: Luigi Garlaschelli.
Foto: gwup

Das Grabtuch von Turin, ein weinende Marienstatue in Rom und andere Gotteszeichen: Moderne Skeptiker glauben nur das, was sich mit wissenschaftlichen Mitteln beweisen lässt.

Von Alice AhlersFrankfurter Rundschau

Der Mann, der die Mutter Maria entzauberte, lächelt schelmisch. Seine Augen blitzen hinter dem schwarzen Brillengestell. Vielleicht, weil er schon so manchem Wundergläubigen den Spaß verdorben hat. Luigi Garlaschelli, klein, schlank, königsblaues Jackett, wird von seiner Gemeinde dafür gefeiert, dass er paranormale Phänomene in die Welt der Vernunft überführt. Auf der sechsten Welt-Skeptiker-Konferenz in Berlin bekam er am Wochenende den europäischen Skeptiker-Award. Denn dafür vernetzen sich Skeptiker in der ganzen Welt: Sie wollen erklären, was scheinbar unerklärlich ist. Sie glauben nur das, was sich wissenschaftlich beweisen lässt.

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