Türkei: Barnabas-Evangelium gefunden – B16 will prüfen?


Das mutmaßliche Evangelium wird seit zwölf Jahren restauriert und ausgewertet Bild: BZ

Die Türkei behauptet, eine Schrift des Apostels zu besitzen, die das Christentum erschüttert.

BZ

Sollten die speckigen Lederseiten echt sein, wäre das Christentum in seinen Grundfesten erschüttert.

Die türkische Regierung behauptet, im Besitz des sagenumwobenen Barnabas-Evangeliums zu sein. Das Buch mit den Schriften des Apostels, der 61 nach Christus auf Zypern starb, sei bei einer Razzia bei Schmugglern vor zwölf Jahren entdeckt worden und zwischen 1500 und 2000 Jahre alt. Der türkische Kulturminister Ertugrul Günay erklärte, Papst Benedikt XVI. wolle das Evangelium selbst in Augenschein nehmen.

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6 Comments

  1. @Violet Teki
    Rationale Begründung für die Dummheit des Christentums?
    Zum Beispiel, dass Schuld nicht vererbbar ist, und dass ein allmächtiger Gott kein Menschenopfer braucht, um diese Schuld zu vergeben.

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  2. Dort wird der Untergang des Christentums vorausgesagt, die Kreuzigung von Jesus angezweifelt und die Geburt Mohammeds angekündigt. Und das Hunderte Jahre vor der Geburt des islamischen Propheten.

    Und das wäre dann für Brights die rationale Begründung für die Dummheit des Christentums? Oder warum kümmert man sich um diese Information? Unabhängig davon, dass solche Funde bisher auch eher immer Fälschungen oder die ganze Story eine Ente war.

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  3. Mit diesem Schinken wird man keine Zweifel säen Grund:

    Inhalte des Barnabas Evangeliums im Gegensatz zur christlichen und islamischen Theologie:

    1.) Notwendigkeit der Beschneidung, verordnet von Gott in der Präambel und von Jesus in den Kapiteln 22-23 („Wahrlich, ich sage Euch, ein Hund ist besser als ein unbeschnittener Mann.“).
    2.) Behauptung der Verfälschung des Alten Testamentes durch die Juden bzw. Pharisäer
    3.) Behauptung der Verfälschung des Neuen Testamentes durch die Christen
    4.) Propheten wie Adam, Abraham, Ismael, Mose, David und Jesus werden als „Gesandte Gottes“ bezeichnet
    5.) Adam rezitiert das islamische Glaubensbekenntnis (sahada)
    6.) Ismael, nicht Isaak, wird von Abraham beinahe geopfert
    7.) Jesu alleinige Sendung zu den Juden
    8.) Übermittlung der Offenbarung Gottes durch den Engel Gabriel
    9.) Jesus nennt Muhammad „den Größeren“, der nach ihm kommen würde (Muhammed Prophetie)
    10.) Judas, nicht Jesus, wird gekreuzigt
    11.) Paulus habe die christliche Lehre verfälscht
    12.) Eintreten für die Monogamie
    13.) Geburt Jesu in einer Herberge in Bethlehem
    14.) Marias schmerzlose Geburt Jesu
    15.) Neun Himmel und als zehnter das Paradies
    16.) Die Hölle als ein nur zeitweiliger Ort des Verbleibs für die Verdammten
    17.) Muhammad wird mehrfach als „Messias“ bezeichnet.

    Expertenmeinung: Fälschung aus dem 16. Jahrhundert.

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  4. Da es sich bei vielen religionsbezogenen Funden um Fälschungen handelt, muss abgewartet werden, was sich bei bei der entgültigen Auswertung dieses Schinkens ergibt. Sollte er wider Erwarten echt sein, wäre das ein willkommener Dämpfer auf die Überheblichkeit des amtlichen Christentums. Da würde es auch wenig nützen, wenn ihn der B 16, als Bettlektüre, höchspersönlich in Augenschein nimmt. Was jedoch auf jeden Fall wieder dabei heraus käme, wären weitere, sehr spitzfindige Auslegungen seitens der Christen. (Denen kann doch so ein „dahergelaufener Barnabas“, mit seiner eigenen Wahrheit, nicht in die Suppe spucken. 😉 )

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