Gebt Vernunft und Glaube, was ihnen gebührt


Kontingenz oder das Andere der Vernunft

Der neue Atheismus in Form von Naturwissenschaft und Philosophie behauptet, sowohl die Welt als auch Gott rational erklären zu können. Dagegen setzt sich Kurt Wuchterl in seinem Buch für das vom Positivismus nicht Einholbare ein: die „Kontingenz oder das Andere der Vernunft“.

Von Markus Rackow/e-politik.de/

Seit ,9/11’, Finanzkrise, Klagen über ,Beschleunigung’  sowie dem Grassieren der Volkskrankheit ,Burn-out’ haben Debatten um die Rückkehr der Religion Hochkonjunktur. Neue Religiösität ist meist nicht kirchlich gebunden, sondern zielt auf Spiritualität, Selbsterfahrung und Meditation. Der jesuitische Theologe Karl Rahner  ahnte schon vor Jahrzehnten, dass man heute nur als Mystiker Christ sein könne.

Vor diesem Hintergrund erscheint Kurt Wuchterls Buch Kontingenz oder das Andere der Vernunft zeitgemäß. Der Autor schreibt für Menschen, „denen das Andere der Vernunft eher fremd ist“. Dieser oft verklärte Fluchtpunkt wird von ihm als Kontingenz  bezeichnet, als das seit Aristoteles definierte, mögliche, aber nicht notwendige’, und erfährt eine logische und begriffstheoretische Herleitung aber auch Abgrenzung vom Zufallsbegriff. Wuchterl, der studierte Mathematiker, Physiker und emeritierter Stuttgarter Philosoph, bringt religionsphilosophische Kontingenz ins Spiel gegen strenge Gesetzlichkeit und hermetische Geschlossenheit suggerierende Weltbilder von Naturwissenschaften und Philosophie, wie die zum Deismus neigende Selbstorganisation der Natur oder die Inthronisierung von Vernunft.

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1 Comment

  1. Hüstl. Geldgeilheit, ähem Leistungsbereitschaft ist durchaus Teil protestantischer Strömungen, nämlich u.a. der Gründerväter der USA, speziell der Pilgrim Fathers.

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