Joachim Gauck: Der Präsident der falschen Worte


Das Wort ist seine schärfste Waffe, picture alliance

Joachim Gauck ist ein Mann des Wortes. Mit Worten distanzierte er sich nun von seinem Amtsvorgänger Christian Wulff und in Israel von Angela Merkel. Dabei differenziert Gauck auf Kosten symbolisch wichtiger Begrifflichkeiten.

Von Timo Stein Cicero

Den Satz „Der Islam ist Teil Deutschlands“ hätte Joachim Gauck also anders formuliert. Es war in der Tat ein schwieriger Satz. Warum muss ein Bundespräsident eine Religion zum Teil eines auf Trennung und Staat fußenden Gemeinwesens erklären? Gerade die größte Gruppe in Deutschland, die Konfessionslosen, hätten sich Sätze gewünscht, wie „der Islam (wie jede andere Religion) ist Privatsache“. Menschen, egal welcher Religionszugehörigkeit, seien bei uns willkommen. Aber gut. Wulff holte den Islam ins Boot, um in schwierigsten integrationspolitischen Zeiten, in denen Sarrazin über Kopftuchmädchen fabulierte und die Islamdebatte auszuufern drohte, ein deutliches Zeichen zu senden. Es gelang.

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6 Comments

  1. Vorher soll ein Schwurbelkünstler ohne Format wie Gauck es besser wissen. Martin Luther war in seiner Zeit dass, was nach 1933 Heineich Himmler war, der antisemitsche Oberscharfmacher. Darüber sollten sich Typen wie Gauck klar werden, welchen Irren sie da als ihren Religionsgründer verehren und uns als moralisches Vorbild servieren.

    Martin Luther übersetzt keine hebräischen Texte, sondern den absolut wahren lateinischen Kanon plus Apokryphen. Das Konzil zu Trient (1546 n.C.) erklärt die Apokryphen nachträglich als kanonisch. Die Evangelische Kirche revidiert in 100 Jahren die Lutherbibel 3 Mal und ändert 35% der etwa 181.000 Worte.

    Für Martin Luther ist ein Weib an Gottes Seite ein Horror, er tilgt Asherah (Mi 5,12) mit: „Er setzet einen Hayngötzen, den er gemacht hatte, in das Haus“. Asherah ist als Frau von Gott El(ohim) auferstanden, im Jerusalemer Yahwe-Tempel (2. Kön 21:7) wurde sie verehrt: Er (Manasse) stellte das Bild der Göttin Aschera im Tempel auf“. Martin Luther übersetzt (Lk 2,14): „Ehre sey Gott in der Höhe, und Friede auff Erden, und den Menschen ein wolgefallen“ Richtig aus Mittelhebräisch übersetzt heißt das aber: „Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“ Gott läßt in den Evangelien nur die Menschen Frieden finden, die bedingungslos an den paranoiden Zombie glauben. Sicher keine Übersetzung

    Martin Luthers Schriften von 1526 n.C. sind ein extremer Wahn gewürzt mit krasser Idiotie: „Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an, was bisweilen ignoriert wird, sie können nämlich Milch, Butter und alles aus einem Haus stehlen… Schaden fügen sie nämlich an Körpern und Seelen zu, sie verabreichen Tränke und Beschwörungen, um Hass hervorzurufen, Liebe, Unwetter, alle Verwüstungen im Haus, auf dem Acker, über eine Entfernung von einer Meile und mehr machen sie mit ihren Zauberpfeilen Hinkende, dass niemand heilen kann ….“

    Martin Luthers Schriften über Kriege sind krasse Hassorgien “In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.”
    Er enttarnt den christlichen Antisemitismus sehr klar: „Erstlich, daß man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien.
    Zum anderen, daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun.
    Zum dritten, daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein.
    Zum vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren.
    Zum fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herrn noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind. Sie sollen daheim bleiben.
    Zum sechsten, daß man […] nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren. Und ist dies die Ursache, alles was sie haben haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher.
    Zum siebten, daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen. Man müßte ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben.

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  2. @yeti
    Na ja, ich kenn´sie nicht persönlich und der größte Fan von ihr bin ich auch nicht unbedingt. Aber der genannte Hit ist mir immer noch im Ohr und der Text passt doch gut zu unserem neuen Bundes… äh…dingens.

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  3. Offtopic @rolo:
    Wie, Du kennst Daliah Lavi? Ich bin ein Riesenfän von ihr, wenn ich auch nicht alle Stücke gemocht habe.

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  4. Seine Art Liebe zu zeigen, das wär´ganz einfach Schweigen, Worte zerstören, wo sie nicht hin gehören. (Frei nach einem Songtitel von Daliah Lavi)

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  5. Ja, Religiöse sind so, richtig. Dann kommt noch dazu, dass ein christlich Religiöser, wenn er ins „heilige Land“ kommt, wo Jesus und der Apostel Paulus wandelten, innerlich völlig ausflippt und seine religiösen Emotionen , seine Ergriffenheit, überschäumen und ein Ventil suchen. Dies mag Grund sein für manche, dem Religionslosen unverständliche Äusserungen unseres guten Jochen in Israel.
    Reisen „auf den Spuren des Apostels Paulus“ werden übrigens kommerziell angeboten.

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  6. Es macht den Anschein, dass wir im Bundespräsidalamt den Teufel durch den Belzebub ersetzt haben ! Religioten sind nun mal so und können eben nicht anders.

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