Polen: Beichte im Shopping Center


Mit einem Beichtstuhl im Shoppingcenter wollte Stryczek zum Innehalten aufrufen. (Bild: picture alliance / dpa / Fredrik Von Erichsen)

Im katholischen Polen fallen immer mehr Menschen vom Glauben ab. Der Krakauer Priester Jacek Stryczek will etwas dagegen unternehmen – mit spektakulären Aktionen: Er stellt schon mal einen Beichtstuhl im Einkaufszentrum auf und organisiert Kreuzwege, die an Marathonstrecken erinnern.

Von Marta KupiecDeutschlandradio Kultur

Sportlich bekleidet und mit vollem Rucksack macht sich Jacek „Wiosna“ Stryczek auf den Weg in die Krakauer Altstadt. Wie eigentlich jeden Tag stehen heute einige Termine auf dem Programm, nur wenige Verschnaufpausen sind vorgesehen. Im stillen Gebet versunken, saust er mit dem Fahrrad an Schaufenstern vorbei.

Jacek Stryczek ist katholischer Priester, und das seit 19 Jahren. Erst mit 30 wurde er geweiht – recht spät für polnische Verhältnisse. Bis er seine Berufung am Altar fand, hat es relativ lang gedauert. Und sie kam auch für ihn überraschend. Denn bevor er sich für die Theologie entschied, hatte er bereits ein Studium an der Akademie für Bergbau und Hüttenwesen absolviert.

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4 Comments

  1. Soviele Beichtstühle wie die kinderfickenden Pfaffen bräuchten, um ihre Verbrechen zu beichten, gibt es leider nicht. Ich votiere dafür, dass man die Zahl der Beichtstühle drastisch erhöht. Es stellt sich dann lediglich die Frage, ob es auch soviele sündenfreie, nicht kinderfickende Pfaffen gibt, die die Beichte ihrer sündigen Kollegen abnehmen könnten ? Kein Zweifel, die Kinderficker-Sekte hat ein gravierendes Nachwuchsproblem.

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  2. Es wird nicht mehr lange dauern, und wir finden auf jedem Pissoir und an jeder Dönerbude einen Beichtstuhl. Wenn der „Kunde“ nicht mehr in die Kirche kommt, dann kommt die Kirche eben zum Kunden

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  3. Die verzeifelten Versuche der Schwarzröcke sind lächerlich. Sie merken nicht, dass ihre Zeit der Volksverdummung zu Ende geht. Aktionen wie diese wirken lächerlich und hilflos und zeugen von einem Aufbäumen – gleich dem Griff nach dem sprichwörtlichen Strohhalm den ein Ertrinkender sucht.

    Hier ein Beichtstuhl im Supermarkt und kürzlich eine Nachricht in der Presse:

    Die Kirche im Bauwagen – Lübecker Pastorin startet «Mobile Kirche» in Neubaugebieten

    Das geht alles Hand in Hand mit Benedikts erhobenem Finger während dem Weltfamilientreffen in Mailand:

    Benedikt erteilte den jungen Leuten Ratschläge: Sie sollten sonntags zum Gottesdienst gehen, regelmäßig die Beichte ablegen, täglich beten, den Eltern gehorchen und fleißig lernen.

    Wen kann er denn damit hinter dem Ofen hervorlocken? Das sind alles arme Irre, die den Ausgang aus dem Schwurbelkreis noch nicht gefunden haben.

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  4. Wer hätte das gedacht !? Der Geist der Erleuchtung soll das katholische Polen erreicht haben ? Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt (noch) der Glaube ! Wenn’s denn wahr wäre, würde ich die Polen sogar die Fußball-Europameisterschaft gewinnen lassen.

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