Unter Gottlosen


Bild. SpON

Wäre Atheismus eine Konfession, wäre sie in Deutschland die zahlenstärkste. Doch die Nichtgläubigen waren bisher eine stille Mehrheit: Nur wenige äußerten sich öffentlich. Nun könnte sich das ändern – Atheisten fordern das Moral-Monopol der Religionen heraus.

Von Frank PatalongSpON

Ingrid Matthäus-Maier steht im Scheinwerferlicht, das Publikum im schummrig verdunkelten Saal vor ihr kann sie nur erahnen. Ihr Thema an diesem Tag ist die aktuelle, vom Konfessionslosenbund IBKA und der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) getragene Kampagne „GerDiA“, kurz für „Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“.

Und gemeint ist natürlich die Diskriminierung durch Religionen: Die Kirchen seien der zweitgrößte Arbeitgeber des Landes, sagt sie. Und einer, der sich auf rechtsverletzende Weise ins Leben seiner Angestellten einmische. Die Liste der Vorwürfe ist lang, konkret und nachvollziehbar.

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