Sachsen: Homophobe Evangelikale rufen den Bekenntnisfall aus


Evangelisationsteam erkennt kirchenleitende Gremien nicht länger als Leitung an

Paukenschlag in Sachsen: Eine Gruppe evangelikaler Christen erkennt Landesbischof Jochen Bohl (Dresden), die Kirchenleitung sowie die Landessynode nicht länger als geistliche Leitung der sächsischen Landeskirche an. Hintergrund ist die Entscheidung von Kirchenleitung und Landessynode, das Pfarrhaus in seelsorgerlich begründeten Einzelfällen für homosexuelle Partner zu öffnen. Diesem Beschluss könne man nicht folgen, heißt es in einem Papier des Evangelisationsteams Sachsen.

Zeltmacher – Christlicher Pressespiegel

Da mit dieser Entscheidung der status confessionis – also der Bekenntnisfall – gegeben sei, stelle man fest: „1. Den Landesbischof, die Kirchenleitung und die Landessynode erkennen wir nicht mehr als geistliche Leitung unserer Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens an. 2. Die Sächsische Bekenntnis-Initiative bitten wir eindringlich, dass diese umgehend eine Bekenntnissynode gründet.“ Die Sächsische Bekenntnis-Initiative ist ein Zusammenschluss von gegenwärtig 106 Kirchengemeinden, 253 Gemeinschaften, 32 Werken und rund 8.000 Einzelpersonen der sächsischen Landeskirche. Sie tritt dafür ein, dass Bibel und Bekenntnis auch für die Lebensführung der Pfarrerschaft Gültigkeit besitzen.

weiterlesen

2 Comments

  1. zu Argus7
    Das sind meistens keine traditionellen Christen, die damit aufgewachsen sind, sondern „Erweckte“, die ihren Glauben vorher nicht gelebt haben oder erst neu dazu kamen. Interessanterweise wenden sich Kinder aus solchen Familien nach einem langen Prozess des Hinterfragens und eigener Lebenserfahrungen von dieser fundamentalistischen Sichtweise ab.
    Hier geht es doch um die Macht (Einbildung) des Wissens um die „wahre Religion“ und nicht um Nächstenliebe.
    Dabei gehen sie in Kreuzzugsmanier vor, ohne nach rechts und links zu sehen und ohne ihre Brüder und Schwestern zu erkennen.

    Liken

  2. Tja, was soll man dazu sagen !? Aber irgendwie verstehe ich diese Evangelen. Ihr Denken und Handeln entspricht nun mal tiefempfundenem, traditionellem christlichem Glauben. So ist das Christentum eben. Versuche, dies zu ändern sind allesamt zum Scheitern verurteilt. Um solche Vorurteile gegenüber Homosexuellen zu überwinden, müßten diese Evangelioten erst humanistisches Denken erlernen. Stellt sich die Frage: Wie wollen sie das denn schaffen ? Frühkindliche Gehirnwäsche läßt sich schließlich nicht so ohne weiteres rückgängig machen !

    Stopp ! Eine Möglichkeit gibt es noch: Diese Leute müßten einfach mal in der Bibel nach der Stelle suchen, wo es heißt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst !“ Zugegeben, diese Bibelstelle ist nur sehr, sehr schwer zu finden !

    Liken

Kommentare sind geschlossen.