Der wehrhafte Staat


Bild. Augsburger Allgemeine

Am Samstag treffen in Köln Salafisten und Rechtsextremisten aufeinander. Mit Krawallen wird gerechnet. Eine neue Herausforderung für unsere Demokratie, der wir entschlossen begegnen müssen

Von Gerd HeldWELT ONLINE

Wenn der deutsche Staat nicht für das Verbot der Mohammed-Karikaturen sorge, habe er als Muslim das Recht, Polizisten zu „bestrafen“ – das hat der 25-jährige Mann erklärt, der während einer Demonstration zwei Polizisten mit einem Messer schwer verletzt hat. Kurz darauf folgte eine Videobotschaft, die zum gezielten Mord an Einzelpersonen aufforderte. Das ist keine religiöse Sprache, sondern die Sprache ganz profaner Machtansprüche. Es ist die Sprache der „Maßnahmen“, die aus der Auslöschung von Menschen einen kalten Verwaltungsakt macht. Man gibt vor, Exekutor eines höheren Gerichts zu sein. Den Mitgliedern genügen ein paar Monate der Instruktion, um sich über andere Menschen, über eine Lebensweise oder über die ganze Schöpfung zu erheben.

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