Asymmetrischer Krieg der Gottesfürchtigen


Intrigen toben im Vatikan: Papst Benedikt hat ein Machtvakuum entstehen lassen, das er nicht zu füllen weiß. Die geheimen Dokumente, die kistenweise an die Außenwelt gelangten, enthalten zwar nichts von wirklicher Brisanz. Sie zeigen jedoch, dass Kräfte am Werk sind, die zu allem bereit sind. Ihr Einsatz ist die Zukunft der katholischen Kirche.

Von Matthias DrobinskiSüddeutsche.de

Der Papst hat es nicht leicht, heutzutage. Er soll erster Priester sein für mehr als eine Milliarde Katholiken, für die fromme Philippina, den Wallstreet-Broker, den deutschen Professor. Er soll die Freuden und Nöte der Menschen kennen und doch anders sein als die Welt, spirituell und intellektuell, Vertreter einer globalen Moral. Er soll ein guter Chef einer Kirchenbehörde sein, die Bischöfe ernennt und erklärt, was zu glauben ist.

Schließlich ist er der absolute Monarch des kleinsten Staates der Welt, in dem die Errungenschaften des 21. Jahrhunderts und höfisches Bewusstsein nebeneinander stehen. Glaube und Politik, Macht und Geld, Heiliges und Abgründiges: Das alles lebt im Vatikan. Und über allem soll der Papst stehen, als leuchtendes Beispiel des Guten. Der Arme.

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1 Comment

  1. Oh ja, der bedauernswerte Arme. Gleich kommen mir die Tränen! (Am Besten er spricht mit seinem Chef mal ein Machtwort. Mein Gott, so kann´s ja wohl nicht weitergehen.) 😉

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