»Religionskritik ist Mittel zum Zweck«


Foto: dapd

Warum die Freidenker sich mehr für die Krise als »VatiLeaks« interessieren und keine »Revolution adoptieren«. Ein Gespräch mit Klaus Hartmann

Von Rüdiger GöbeljW

Klaus Hartmann ist Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes

Der Deutsche Freidenker-Verband betont die Notwendigkeit, »der herrschenden Politik zur Zerstörung von Humanität und Vernunft mit weltanschaulicher Aufklärung entgegenzutreten«. Was heißt das konkret?

Die Kritik der herrschenden Ideologie einschließlich der Religion, der »Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit«, die Durchsetzung der Vernunft in allen Bereichen der Gesellschaft – das waren die Ziele der historischen Aufklärungsbewegung. Dem spricht der global agierende Kapitalismus mit seinem einzigen Maßstab Profitmaximierung Hohn. Er bewirkt Not, Elend, Ausbeutung und Unterdrückung für immer größere Teile der Weltbevölkerung, bringt immer neue Kriege hervor und beschwört die Gefahr des Untergangs der menschlichen Gattung herauf. Der Imperialismus ist das Gegenteil von Vernunft, er ist purer Irrationalismus.

Die Krise betrifft immer mehr Menschen direkt, doch begehren sie noch nicht massenhaft auf. Weil die Systembedingtheit der Krise nicht klar ist. Weil es angeblich nichts bringt, sich aufzulehnen. Hier muß Aufklärung heute ansetzen. Zuerst gilt es klarzumachen, daß wir jedes Recht haben, uns zur Wehr zu setzen. Daß es die schlechtere Alternative ist, sich widerstandslos zur Schlachtbank führen zu lassen.

weiterlesen

4 Comments

  1. Der Deutsche Freidenker Verband Dortmund sollte sich umbennen zum deutschen Stalinisten Verband.
    Schaut einmal nach, was Sie zur Mauer, Lipyen, SYrien … geschrieben haben.
    Sie sind so freiheitsliebend wie die katholische Kirche.
    ps
    Die österreichischen und schweizer Freidenker sind nicht sehr erfreut über das Verhalten Ihrer deutschen Namensvetter.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.