Fußball-EM: Seelsorge für gestresste Fans


Die katholische Kirche in Polen macht auch nicht vor der EM halt. Bild: ondrasch/photocase.com

Um ihre Botschaft zu verbreiten, macht die Kirche in Polen auch vor der EM nicht halt. Es gibt Messen in Fremdsprachen und den Appell, dem Bier zu entsagen. Amen!

Von Gabriele Lessertaz

Dass Gott Fußballfan ist, steht für viele Gläubige außer Frage. Nicht so klar ist, welche Mannschaft er anfeuert. Jeden Tag eine andere? Oder feuert er insgeheim nur eine einzige an? Den Polen jedenfalls drückte er bei den ersten beiden Spielen die Daumen.

Doch dann, leider, leider, ausgerechnet beim Spiel Polen–Tschechien, als es um alles oder nichts für Polen ging, war er abgelenkt, und so verlor Polen. Das allzu irdische Personal im Vatikan kostet ihn zurzeit einige Nerven.

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2 Comments

  1. Selbstverständlich ist beten hilfreich, sagen zumindest die Gottgläubigen. Welcher Mannschaft das Beten bei der Fußball-EM am besten geholfen hat, erfahren wir am 1. Juli 2012 so ca. gegen 22 Uhr 30. (Hinweis für die betenden Fußballfans: Ein Spiel dauert 90 Minuten plus ca. 15 Minuten Halbzeitpause. Eventuelle Nachspielzeiten müssen hinzugerechnet werden).

    Falls der liebe Gott sich nach Schluß des Spieles noch nicht für eine Mannschaft entschlossen haben sollte, wird der Sieger über ein Elfmeterschießen ermittelt. Dabei soll öfter mal der Teufel seine Hand (oder den Fuß) im Spiel haben, was es beim Gebetstext zu berücksichtigen gilt. (Ein kleiner Text-Hilfetipp: „Satan weiche von meiner Mannschaft !“ könnte möglicherweise helfen.)

    Wie man den Einfluß des Teufels ausschaltet und den lieben Gott auf seine Seite bekommt, wollt ihr wissen ? Nun ja, Maradonna wäre wohl am besten dafür geeignet, diese Frage zu beantworten. Bei ihm war ja bekanntlich schon mal die Hand Gottes mit im Spiel. Aber wenn ihr mich fragt, dann muß ich eingestehen, dass ich nicht weiß, wer am 1. Juli als Sieger vom Platz geht. Ich bin ja schließlich kein Religiot, der dem Irrtum erliegt zu glauben, dass beten auch nur den geringsten Einfluß auf den Lauf der Dinge im Fußball und im Weltgeschehen haben könnte.
    Diese volksverdummende Botschaft verkünden lediglich – und das schon seit Urzeiten – die Berufs-Religioten und ihr dummgläubiges, unermüdlich missionierendes Fußvolk. Angesichts dieser Sachlage könnte man schon mal in Versuchung kommen, um eine nachhaltige Aufklärungskampagne zu beten. Aber an wen – verdammt noch mal – soll man denn seine Gebete richten ? Na, ja, wir müssen uns eben an das Motto halten: „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner !“ Und an die Betenden gerichtet: „Wer seine Zeit mit beten vertrödelt, versäumt am Ende noch den Siegtreffer !“

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