Vatikan brutal


Im Vatikan weiß niemand, wem er noch vertrauen kann. Der Papst ist das Opfer einer Intrige, weil er der klerikalen Vertuschung den Kampf angesagt hat. Selbst um sein Leben wird gefürchtet.

Von Daniel DeckersFrankfurter Allgemeine

Kaum eine Institution birgt so viele Mysterien wie die katholische Kirche, kaum ein Gemeinwesen so viele Rätsel wie der Vatikanstaat. Doch das alleine ist nicht der Grund, weshalb die Paläste rings um St. Peter noch heute eine ideale Projektionsfläche für Phantasien jeder Art über Macht, Geld und Sex sind. Denn wie die Vergangenheit bietet auch die Gegenwart Verschwörungstheoretikern, Medienleuten und Romanautoren mehr Stoff als genug. Ausgerechnet jenen Schöngeist auf dem Stuhl Petri, der als Benedikt XVI. der „Entweltlichung“ der Kirche das Wort redet, hat die Weltlichkeit der Kirche nun so brutal eingeholt, dass manche um das Leben des Papstes fürchten.

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