Friedrich Nietzsche: Vordenker des modernen Atheismus


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Friedrich Nietzsches Religionskritik zählt zum Radikalsten, was das Christentum je an Demontage erdulden musste. Zahlreiche neuere religionskritische Schriften knüpfen an seine philosophische Tradition an

Friedrich Nietzsches Werk war wirkmächtig, aber oft missverstanden – Wiener Religions-Wissenschafter arbeitet für historisch-kritische Gesamtausgabe Originaldokumente auf

Von Doris Griesserder Standard.at

Nicht nur fundamentalistisch-religiöse Bewegungen gedeihen zurzeit prächtig auf dem spirituellen Humus, es entstehen auch immer mehr „Non Prophet Organizations“. Denn auf dem Weltanschauungsbasar macht sich auch wieder ein „bekennender“ Atheismus bemerkbar. Zahlreiche religionskritische Bücher – von Richard Dawkins‘ Gotteswahn bis zu Christopher Hitchens‘ Der Herr ist kein Hirte – wurden in den vergangenen Jahren zu globalen Bestsellern. Der zum Teil recht kämpferische Ton der „Neuen Atheisten“ sei wahrscheinlich „eine Reaktion auf die wachsende Präsenz von religiös begründeten Positionen im öffentlichen Diskurs“, vermutet Religionswissenschafter Hans-Gerald Hödl von der Uni Wien.

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