Religionsfreiheit endet nicht bei der Vorhaut


Dr. Heiner Boberski ist Redakteur der „Wiener Zeitung“ und mehrfacher Buchautor.“

Die Beschneidung von Buben aus religiösen Gründen ist im Prinzip strafbar. Das befand zumindest in Deutschland das Kölner Landgericht in einem am 26. Juni veröffentlichten Urteil.

Von Heiner BoberskiWiener Zeitung

Es handle sich bei einer Beschneidung um eine „rechtswidrige Körperverletzung“, urteilte das Gericht, die körperliche Unversehrtheit des Kindes werde beeinträchtigt. Im konkreten Fall war ein Arzt angeklagt, der auf Wunsch der muslimischen Eltern die Beschneidung an einem Vierjährigen vorgenommen hatte, worauf es zwei Tage später zu Nachblutungen gekommen war. In erster Instanz hatte das Kölner Amtsgericht den Arzt freigesprochen, da er mit Einwilligung der Eltern gehandelt hatte und die Beschneidung eine „traditionell-rituelle Handlungsweise zur Dokumentation der kulturellen und religiösen Zugehörigkeit zur muslimischen Lebensgemeinschaft“ sei.

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1 Comment

  1. Selbstbestimmungsrecht gegen religiöse Bevormundung

    Religionen sind meiner Ansicht nach ein Übel, sie versuchen die ganze Gesellschaft zu vereinnahmen. Kinder werden von klein auf, gegen ihr Selbstbestimmungsrecht, von den Priestern für die Religion vereinnahmt.

    Heute verlangt der Mensch nach Begründung, die Naturwissenschaften erziehen zu rationalem Denken. Humanismus und naturwissenschaftliche Weltsicht sind wesentlich besser als religiöse Weltanschauungen.

    Ich bin gerne bereit, gegenüber Print- und Internetmedien zum Unterschied zwischen religiöser Weltsicht und rationaler Welterklärung Stellung zu nehmen.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph
    Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
    http://www.monopole.de

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