Blasphemie-Debatte: Staat hat nicht über die Religion zu befinden


Bagdad 2006: Irakische Schiiten legten ihre Schuhe auf eine dänische Fahne – Ausdruck des Protests im Streit um die Mohamed-Karikaturen. Foto: ap/KARIM KADIM

Sollten wir Blasphemie unter Strafe stellen? Claus Leggewie widerspricht Martin Mosebach: Eine heroische Position wird zur Pose, wenn sie keine politisch-rechtlichen Konsequenzen haben soll.

Von Claus LeggewieFrankfurter Rundschau

Martin Mosebach hat einen klärenden Beitrag zum Status des religiösen Bekenntnisses in einer säkularen und zugleich an vielen Punkten sakraler werdenden Weltgesellschaft geliefert. Darin wird der je eigene Glauben relativer, stößt er doch auf andere Bekenntnisse, die er nolens volens tolerieren muss, und wichtiger zugleich. Denn genau diese Konkurrenz führt zu der Neigung, den eigenen Glauben umso absoluter zu behaupten und gegen tatsächliche oder vermeintliche Schmähung in Schutz nehmen zu lassen.

Die Kunst, die einmal aus religiösen Sphären kam, steht hier wie die Wissenschaft im berechtigten Verdacht, eine Antipodin des Heiligen zu sein. Beide siedeln genuin im Raum der Skepsis, der Kritik und, tendenziell, der Obszönität und Blasphemie: ni Dieu, ni mâitre.

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2 Comments

  1. Denn genau diese Konkurrenz führt zu der Neigung, den eigenen Glauben umso absoluter zu behaupten und gegen tatsächliche oder vermeintliche Schmähung in Schutz nehmen zu lassen.
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    Da kommen weitere wichtige Aspekte hinzu
    1) sind mehrheitlich komplettte Idioten
    Die „London School of Economics and Political Science“ ermittelt 2009 per Befragung die Intelligenz von 14.000 US-Jugendlichen, gemäß Satoshi Kanazawa gilt für Atheisten mit ein IQ über 106, Religiöse unter 95 und Fanatiker unter 70. Religionen wie die Kinderficker-Sekte sind eine Negativauslese der untersten Bildungsschicht. Gläubige sind geistig bequem, konservativ und vermehrungsfreudig. Atheisten sind evolutionär auf Neues ausgerichtet, tolerant, weniger fremdenfeindlich ohne Antisemitismus.

    2) Gläubige sind wegen des geringen Intellekts nicht kritikfähig
    Ein Gläubiger zweifelt erst an der wissenschaftlichen Methode, dann an der Logik der Beweise, zuletzt am Moraldiktat, niemals jedoch am religiösen Wahn im Kopf, der ihm in frühester Jugend als „Brainwash“ eingehämmert wurde. Erklärungen mit Fakten und historischem Wissen sind nutzlos, Details nicht relevant, logisches Denken hat unter dominanter religiöser Prägung das niedrigste mögliche Niveau. Ein Disput mit streng religiösen Gläubigen ähnelt stark dem mit dementen Alzheimer Patienten, bei denen Teile des Gehirns nur noch bedingt funktionieren. Fakten und Realität werden nicht wahrgenommen.

    3) Gläubige Extremisten sind geisteskrank
    Eine Gottvorstellung als wahnhafte Psychose wandelt sich langsam zur Pseudo-Realität im Unterbewusstsein. Gläubige die mit Gott sprechen sind geistig schwer gestört, die schizophrene Psychose schmeichelt ihrer kranken Psyche. Gegen den Wahn oft mit Autoritätsproblemen und Narzissmus helfen oft nur noch Psychopharmaka, Neuroleptika oder gar die Gummizelle. Defizite im ventralen (orbitofrontalen) Kortex im Gehirn führen zu Risikobereitschaft, asozialem Verhalten mit Missachtung ethischer und moralischer Regeln, typisch für die RKK Priester.

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  2. Die höchste Form der Blasphemie ist die RELIGION !

    Ich stelle mir hin und wieder die Frage: „Welcher hochgradige Vollidiot hat eigentlich die Religion(en) erfunden ?“ Das muß ein hochintelligenter Typ (vermutlich ein steinzeitlicher Schamane) gewesen sein, der die Mentalität seiner Mitmenschen ausnehmend gut kannte und daher sehr wohl wußte, wie man Macht über die Köpfe von unkritischen, leichtgläubigen Schafen gewinnt. Seine Methode funktioniert selbst im aufgeklärten 21. Jahrhundert immer noch mit bestem Erfolg. Ich vermute allerdings dass das 21. Jahrhundert nur versehentlich als aufgeklärt eingestuft wurde. Auf die tatsächliche Aufklärung muß die Menschheit vermutlich noch einige Jahrhunderte – hoffentlich nicht vergebens – warten müssen. Durchaus möglich, dass die Aufklärung im Kampf gegen die menschliche Dummheit letztlich unterliegt. Dessenungachtet möchte ich lieber als ein einsamer Ungläubiger leben und sterben, als mich in die große willenlose und entmündigte Herde der gottgläubigen Schafe einzureihen.

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