Politiker müssen sich Respekt verdienen


Susanne Breit-Keßler will, dass Religion ein selbstverständlicher Teil des öffentlichen Lebens in Deutschland ist.
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Politiker verdienen für ihre Leistungen mehr Anerkennung – und sollten öfter mit Vertretern der Kirche sprechen. Das forderte die Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler am Samstag auf der Tagung „Die Zukunft der Parteien“ in Tutzing.

pro Medienmagazin

„Das Fundament unserer Demokratie sind Demokraten, die sich für sie engagieren“, sagte Breit-Keßler in ihrem Vortrag an der Evangelischen Akademie Tutzing unter großem Beifall der Zuhörer. „Darum empfehle ich ausdrücklich den Eintritt in demokratische Parteien.“ Pfarrer sollten mit ihrer Parteimitgliedschaft jedoch nicht hausieren gehen, Bischöfe und andere hohe Amtsträger sollten politisch neutral bleiben.

Die Kirchenfrau kritisierte, dass Politikern in Deutschland zu wenig Respekt entgegengebracht werde: „Politiker rangieren auf den untersten Plätzen gesellschaftlicher Wertschätzung. Menschen, die Verantwortung übernehmen, werden ganz schnell abgekanzelt“. Politiker würden Opfer von Comedians und Kabarettisten, die sich über herabgezogene Mundwinkel oder sogar Rollstühle lustig machten und Amtsträger als Verbrecher bezeichneten. „Es ist gefährlich, auf diese Weise billige Lacher abzukassieren“, sagte Breit-Keßler. „Demokratie kann man auch durch dumme Witze beschädigen.“ Intelligente Kritik und Satire sei aber legitim und notwendig.

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2 Comments

  1. Demotratie in einer Wissens- und Leistungsgesellschaft sind mit Rwligion unvereinbar

    In der Religiotie mit Göttern, Engeln und Dämonen wird der größte Betrüger oder skrupelloseste Lügner zum Oberhirten. Etwa 25% der Menschen stellen weder den Oberhirten noch seine Eignung in Frage. Für Religioten ist eine Demokratie undenkbar, ihr genetisch geprägtes Modell ist die Clangesellschaft mit Despotismus und Vetternwirtschaft. Demokratie ist dagegen neu auf der Basis von Wissen, Toleranz und freiem Willen.

    Die selbst ernannten Oberhirten kaschieren ihre Unfähigkeit mit all-wissend, all-gütig und dem Auserwählt-Syndrom als wahnhafte Paranoia. Der Despotismus unterbindet freies Denken und Handeln, eine friedliche Gesellschaft diverser Kulturen ist unmöglich. Diskriminierung, soziopathische Perversion, Mord, heilige Kriege, Ausbeutung und Diskriminierung Dritter gilt als „gute Tat“ von Gott gewollt. Die Schuld an den vielen Verbrechen haben allein die Opfer – bekannt als „Robin-Hood“ Neutralisation.

    Religiotie (religiöse Idiotie) als geistige Behinderung ist das Resultat intensiver Indoktrination ab dem frühen Kindesalter. Sie führt in Glaubensfragen zu unterdurchschnittlich kognitiver Leistung und krasser Realitätsflucht. Im Unterschied zur Intelligenzminderung durch pathologische Gehirnschäden oder Demenz bedingt die Religiotie nicht zwangsläufig einen reduzierten Intelligenzquotienten. Wie das autistische Syndrom eine „Inselbegabung“ kennt, so gibt es auch eine „Inselverarmung“ durch pathologische Ausfälle des Gehirns wie etwa bei dementen Alten. Religiotie ist als „partielle Entwicklungsstörung“ zu verstehen – ein Begriff des Psychologen Franz Buggle. Religioten halten in ihrem religiösen Glauben die absurdeste Idiotie für wahr.

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  2. Angesichts solcher Statements könnte einem die blanke Wut erfassen ! Ich weiß aus eigener Anschauung, dass es sehr wohl Politiker gibt, die ihre Aufgaben und Pflichten überaus ernstnehmen und für ihr ehrliches Engagement durchaus unseren Respekt verdienen. Es gibt schließlich – wie in jedem anderen Beruf auch – solche und solche.

    Meinen Respekt verdienen allerdings diejenigen Politiker nicht, die es nicht schaffen, ihre Religion als Privatsache zu betrachten und die bei jeder sich bietenden Gelegenheit den lieben Gott im Munde führen. Das mag sich durchaus (noch !) als wahlwirksam erweisen, aber den Respekt erwirbt man sich als Politiker garantiert nicht, wenn man mit religiösem Geschwafel hausieren geht und die Nähe zu professionellen Religioten sucht. Wir leben schließlich in einem säkularen Staat, was die hier vorgestellte Reli-Tussi offenbar nicht zu wissen scheint.

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