USA: Nuns on the bus


Bild: ARD

Nonnen mit „radikal-feministischen Ideen“? So sieht es der Vatikan und ermahnte die Schwestern. Doch von der Rüge ließen sich die Frauen nicht einschüchtern, sie wollen sich weiter Themen wie soziale Gerechtigkeit und Armut kümmern. Jetzt tourten sie 14 Tage durch die USA.

Von Sabine MüllerHR-Hörfunkstudio Washington

Diese Nonnen wissen, wie eine gute Inszenierung aussieht: Aus Lautsprechern dröhnt Musik aus dem Boxer-Film „Rocky“, ein großer, himmelblauer Tour-Bus mit der Aufschrift „Nuns on the Bus“ biegt in die Seitenstraße hinter dem US-Kongress ein. Als ein paar grauhaarige Frauen in Alltagskleidung aussteigen, werden sie empfangen wie Rockstars.

Etwa 200 Menschen jubeln und schwenken Plakate auf denen: „Wir lieben Euch, Schwestern“, er „Ich unterstütze die Nonnen“ steht. Da bleibt selbst der resoluten Schwester Simone Campbell fast die Sprache weg -und das passiert der Cheflobbyistin der amerikanischen Nonnen nicht oft. Vielleicht hat es auch mit der Müdigkeit zu tun. In zwei Wochen sind die Nonnen im Bus mehr als 4300 Kilometer durchs Land gefahren und haben in 25 Städten gegen Kürzungen bei Sozialprogrammen protestiert.

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