Selektion durch Bluttest?


Bild: ARD

Ein Bluttest bei Schwangeren kann Aufschluss geben, ob das Kind mit dem Genfehler Trisomie 21 geboren wird. Dieser Test sei illegal und diene zur Selektion von Menschen, sagt der Behindertenbeauftrage Hüppe. Die Vorsitzende des Gesundheitssausschusses, Reimann, will Frauen den Test aber nicht vorenthalten.

Von Stanislaus Kossakowski, BR, ARD-Hauptstadtstudio

Für den Regierungsbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, ist der Fall klar: Der vorgeburtliche Bluttest zur Erkennung des Down-Syndroms, der schon bald in Deutschland auf den Markt kommen soll, ist illegal. Er diene zur Selektion von Menschen mit Down-Syndrom und nicht zu therapeutischen Zwecken. „Er diskriminiert Menschen mit Behinderung, indem er ihnen letztendlich das Lebensrecht nimmt“, urteilt Hüppe.

Ein weiterer Schritt zur „Rasterfahndung nach Menschen mit Behinderung“ sei das, sagt Hüppe und verweist an den von ihm beauftragten Rechtsgutachter Klaus Ferdinand Gärditz von der Universität Bonn. „Dieser Test würde gegen das in Artikel 3 des Grundgesetzes verankerte Verbot, Menschen mit Behinderung wegen dieser Behinderung zu benachteiligen, verstoßen“, so Gärditz.

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1 Comment

  1. Der Herr Hüppe hat auch schon vor einem Jahr nicht den Unterschied zwischen »Kampf gegen Behinderungen« und »Kampf gegen Behinderte« verstanden. Und was §3 GG mit winzigen zu 80 % sowieso absterbenden Zellhaufen zu tun hat ist mir schleierhaft. Muss wohl an seiner Parteizugehörigkeit liegen.

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