derStandard: Die Wahl zum Mitmenschen des Monats


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Die ersten KandidatInnen stellen ihre Erziehungskonzepte vor

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Wir vergeben einen Humanismus-Preis. Vorneweg: Er ist nicht dotiert. Nicht dass diejenigen, die einen Platz auf dem Posting-Friedhof aus unerfindlichen Gründen mit einem Ehrengrab verwechseln, noch zusätzlich angespornt werden. Außerdem gibt es für das Goldene Herz ohnehin BewerberInnen genug – diese und nächste Woche stellen wir die KandidatInnen der Reihe nach vor.

Sie sind in so unterschiedlichen Gebieten wie Medizin, Erziehung, Demografie und Gartenbau tätig, haben aber alle etwas gemeinsam: Auf Beschimpfungen wird weitestgehend verzichtet, ihre Botschaft des Mitgefühls verbreiten sie lieber in sachlichem Ton.

Wie zum Beispiel catfish eyes aus den Reihen der „Impfkritiker“, der/die einem Vorposter und Impfkritikerkritiker beim Thema „Masern-Erkrankungen in Österreich verdoppelt“ ausrichten lässt:

„Die Impfkritiker können nichts dafür, dass Sie so schlecht informiert sind, dass Sie diesen schwachsinnigen Artikel glauben müssen.
Fakten:
1. Bei chemiefreier Behandlung sind so gut wie keine Komplikationen bekannt.
2. Masern sind eine extrem wertvolle Kinderkrankheit für die Entwicklung des kindlichen Selbstbewusstseins. Die Überwindung dieser an sich harmlosen Krankheit (die noch vor 30 Jahren fast jedes Kind hatte) aus eigener Kraft bewirkt einen rasanten Entwicklungsschub hin zum selbstständig denkenden Menschen.
Dass Sie das alles nicht wissen und nicht mehr erfahren dürfen, tut mir sehr, sehr Leid für Sie und die kranke Gesellschaft, in der Sie leben müssen.“

Dass weltweit jährlich mehr als 100.000 Kindern diese extrem wertvolle Erfahrung versagt bleibt (also nicht die Infektion, sondern das Überleben selbiger), fällt für das bereits voll entwickelte Selbstbewusstsein von catfish eyes weniger ins Gewicht.

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