Von der Religions-und Drogenfreiheit


Michael Kleim (Stadtjugendpfarramt Gera)

Ich bin für die Drogenfreiheit. Mehr noch; ich bin fest davon überzeugt, dass die Zukunft der Demokratie genau von diesem Punkt abhängig ist, nämlich ob es uns gelingt, Schritt für Schritt eine drogenfreie Gesellschaft durchzusetzen.

Von Michael KleimHanf Journal Online

Dabei messe ich die Drogenfreiheit qualitativ am Maßstab der Religionsfreiheit. Religionsfreiheit bedeutet, dass der mündige Bürger und die mündige Bürgerin ohne Zwang selbst darüber entscheiden kann, welcher Religion sie angehören wollen. Dies schließt selbstverständlich auch das Recht mit ein, diese Religion zu leben. Ebenso schützt die Religionsfreiheit die Entscheidung, keiner Religion angehören zu wollen. Der Staat wiederum hat die jeweilige Entscheidung der einzelnen Menschen zu respektieren. Er darf diese Grundfreiheit nur dann einschränken, wenn andere Grundrechte gefährdet sind. Der Staat hat sogar die Pflicht, die Religionsfreiheit durchzusetzen.

„Drogenfreiheit bedeutet demnach, dass der mündige Bürger und die mündige Bürgerin ohne Zwang selbst darüber entscheiden können müssen, welche Drogen sie gebrauchen wollen und welche nicht.“

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3 Comments

  1. Was ist eine Droge, ab wann ist jemand abhängig von einer Droge. Es gibt unendlich viele Drogen, nicht nur Speed, Cristal med, Rauchen, Trinken, Marothon-Beten beim Bischof, Hamburger fressen bei Mac-Kotz, Demolaufen bei bekloppten Pfarr-Initiativen usw.

    Religionen und Aberglauben negieren die Autorität jeder Wissenschaft mit historischen Fakten. All-wissend schwurbelt der RKK Großinquisitor Ratzfatz 1990: „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der hat einen persönlichen Defekt, ein ungenügend gebildetes Gewissen, eine sündige Verfasstheit, eine auf Vorurteilen beruhenden Geist der Kritik und huldigt der Untreue gegen den Heiligen Geist.“ Ein abergläubiger Christ der Kinderficker Sekte hat weder Moral noch eigenen Willen, einzig im sklavischen Glauben an Gott ist er Mensch. Er darf weder selber denken noch Inhalte seines Glaubens hinterfragen oder Bedingungen wie Menschenrechte beanspruchen.

    Wann wachen die Menschen auf und erkennen ihre Abhängigkeit von einem irren Geisterspuk ?

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  2. @Argus7:
    1) Jemand der Drogen nimmt ist nicht zwangsläufig ein Junkie! Sollen Alkoholiker jetzt auch ihre Leber selbst bezahlen?
    2) Mit „Junkie“ verbinde ich in erster Linie Heroin-Abhängigkeit:

    – 1 Gramm (gestrecktes, wer weiss womit) Heroin kostet auf dem Schwarzmarkt ca. 40-150€, je nach Situation. Dafür muss man bei Bedarf schonmal eine Oma um ihre Handtasche erleichtern.
    – es ist mit ca. 0,7 Gramm höchstwahrscheinlich giftigem Zeugs gestreckt. Mit Sicheit kommt es nicht gut, wenn man sich das in die Vene drückt.

    Wäre Heroin legal (von mir aus nur für registrierte Junkies) in der Apotheke erhältlich, könnte der sogenannte „Junkie“ für ca. 1,50€ am Tag ordentlichen „Stoff“ bekommen. Er wäre dann sogar in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Sämtliche Gesundheitsschäden (und frühzeitige, ungewollte Herz-Kreislauf- und Atem-Stillstände, aka „Goldener Schuss“, ebenfalls. Und zwar, weil sich die Dosis niemals abschätzen lässt) bei Junkies entstehen ausschliesslich aus Gründen die durch die Prohibition provoziert werden.

    Und jetzt komm‘ mir nicht mit dem Argument: „Ja, aber dann würde doch jeder munter drauflos ballern!“

    Würdest Du plötzlich anfangen Heroin zu spritzen, wenn es erlaubt wäre?
    Nein?

    Siehst Du, ich auch nicht. Und 90% der anderen Leute auch nicht.
    Wer sowas nehmen will (ich habe das „Mittel“ ca. 3 mal intus gehabt, aber nicht iv.), tut es unbeachtet der Tatsache wie legal oder illegal das ist. Ca. 10% der Leute probieren sowas aus. Und davon sind es wiederum ca. 10%, die nicht damit klarkommen. Aber das ist völlig unabhängig vom legalen Status.

    Ausserdem steht im Ursprungsartikel ziemlich deutlich, „solange niemand anderes dadurch geschädigt wird!“.

    Das schliesst meines Erachtens die Solidargemeinschaft und die Nachkommen mit ein!

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  3. Okay ! Überlassen wir doch den Menschen die Entscheidung, ob sie Drogen konsumieren wollen oder nicht.
    Mit dieser Regelung bin ich unter der Voraussetzung einverstanden, dass die Junkies in vollem Umfang
    für die Kosten aufkommen, die durch die zwangsläufig zu erwartenden Gesundheitsschäden entstehen.
    Diese Regelung soll auch dann gelten, wenn durch Drogen verursachte gesundheitliche Schädigungen bei der
    Nachkommenschaft von Drogenkonsumenten auftreten.

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