Der Papst in Pipi-Kacka-Land


Man kann ihn auch von hinten sehen: Benedikt XVI.
Foto: Johannes Simon

Benedikt XVI. läßt Titanic verklagen. Ist das komisch

Von Wiglaf Droste – jW

»Anwaltsbüro«, samtet Gabi Rittigs Stimme ins Telefon, dann spricht jemand am anderen Ende der Verbindung, und Frau Rittig antwortet: Ja, der Papst habe juristische Schritte gegen die Titanic unternommen, ja, sie vertrete das Satiremagazin juristisch, und sie erklärt dem Anrufer freundlich und unaufgeregt, nein, Titanic habe nicht behauptet, der Papst sei inkontinent.

Das Telefon klingelt nahezu pausenlos am Mittwoch im Frankfurter Büro der Rechtsanwältin Gabriele Rittig, zu deren bevorzugten Klienten auch die Titanic gehört: Frau Rittig ist die Hausjustitiarin des Blattes, also quasi consigliere. Mit jedem Anrufer spricht sie klar und geduldig, der Hessische Rundfunk bekommt ein paar Sätze fürs Fernsehn, dann klingelt wieder das Telefon, und die Journalisten wollen alle, alle nur das eine und gleiche: Papstklage, Papstklage, Papstklage. Nicht wenige von ihnen werden sich am nächsten Tag darüber mokieren, wie man eine so geschmacklose Angelegenheit so aufblasen und so »hoch hängen« könne und was das denn bitte mit »Pressefreiheit« zu tun habe, hinter der eine angebliche Satire sich verstecke.

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1 Comment

  1. Was kann man von jemanden erwarten, dem bereits vor 80 Jahren selbstständiges Denken aberzogen wurde.

    Papst Ratzfatz schwurbelt all-wissend in seiner Enzyklika Spe-Salvi: „ein persönlicher Gott herrscht über die Sterne, das heißt über das All; nicht die Gesetze der Materie und der Evolution sind die letzte Instanz“ und stellt sich und Gott im psychopathologischen Wahn über jedes Wissen:„den positiven Beiträgen aus der Wissenschaft (ist) Rechnung zu tragen und zu Lösungen zu kommen, die in voller Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche stehen“.

    Das ist krasseste Religiotie in ewig wahren Dogmen durch den Baal-Priester Pontifex Maximus: „Den Menschen war freilich längst bewusst geworden, dass viele von denen, die als Philosophen, als Lehrer des Lebens herumliefen, nur Scharlatane waren, die sich mit ihren Worten Geld verdienten und über das wahre Leben gar nichts zu sagen hatten“.

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