Wer nicht an Wunder glaubt, dem droht die Verhaftung


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Ein Skeptiker löst das Rätsel um ein vermeintliches Wasser-Mirakel in einer Kirche in Mumbai – Nun soll er dafür vor Gericht landen

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Nicht an Wunder zu glauben und diese Haltung auch öffentlich aussprechen zu dürfen klingt nach einer Selbstverständlichkeit in einer modernen Demokratie. In der nach der Zahl der Bürger größten Demokratie der Erde kann davon aber offenbar keine Rede sein, wie ein aktuelles Beispiel demonstriert. Hier kurz und nüchtern die – durchaus erschreckenden – Fakten: Sanal Edamaruku ist Gründer und Präsident der Skeptiker-Organisation „Rationalist International“. Als eines Tages Wasser aus den Füßen einer Jesus-Statue in einer Kirche in Mumbai läuft, stehen die Gläubigen Schlange, um das „Wunder“ mit eigenen Augen zu sehen.

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2 Comments

  1. Gibt es hierzulande immer noch Leute, die der Ansicht sind, die Menschheit hätte das finstere, wundergläubige Mittelalter verlassen ?

    Dazu passend ein Satz von Immanuel Kant: „Wir leben nicht in einem aufgeklärten Zeitalter, sondern in einem Zeitalter der Aufklärung.“

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  2. Oft gesagt und immer wieder aktuell

    In den Kirchen und Sekten agieren Fanatiker, Irre, Pädophile und schizophren Gestörte als Unsterbliche, All-Wissende, Retter der Nation, Auserwählte oder Heilsbringer aller Menschen. Gläubige sind in geistiger Einfalt obrigkeitshörig, ihr Denken ist zu inflexibel um abweichende Positionen zu analysieren und Kritik überhaupt zu verstehen. Glaube ist die logische Ursache schwacher Kritikfähigkeit und nicht etwa dessen Folge. Kritik ist religiös nicht diskutierbar, als Blasphemie wird sie notfalls mit Gewalt bis hin zum Mord verboten.

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