Deutschland: Theologie im Paradies


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Studenten der Theologie geht es besser als allen anderen Geisteswissenschaftlern: Die Kurse sind klein, die Fakultäten und Professoren zahlreich. Wie kann das sein?

Von Jan-Martin WiardaZEIT ONLINE

Er ist erst 25, aber ein Student der alten Schule. Julian-Christopher Marx hat sich Zeit gelassen und in Leipzig studiert, in Basel und an der Humboldt-Universität in Berlin; gerade verbringt er seine Tage in der Bibliothek und feilt an seiner Masterarbeit über das Verhältnis von moderner Gesellschaft und Individuum bei Ernst Troeltsch und Charles Taylor. Ab und zu, wenn er eine Pause von den großen Denkern braucht, hockt er sich ins Foyer der Theologischen Fakultät in Berlin-Mitte, blickt auf die Touristenströme vor den Panoramafenstern und nimmt einen Schluck aus seiner Club-Mate-Flasche. »Theologie ist genau das richtige Fach für mich«, sagt er. Nein, nicht um Pfarrer zu werden. »Die Beschäftigung mit dem Menschsein im Werden und damit den Grundlagen von Gesellschaft und Wissenschaft an sich, das fasziniert mich, das findet man sonst in keinem Fach. Vielleicht noch am ehesten in der Philosophie.« Er hält kurz inne, schüttelt dann den Kopf. »Nein, auch da nicht. Die Theologie ist einzigartig.«

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1 Comment

  1. Für Interessenten!
    Umfassende Informationen zu diesem Thema, können aus „Fachbüchern der Parasitologie“ ersehen werden.

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