Wie Homöopathie plötzlich Krebskranken hilft


Bild: brightsblog

Eine Studie untersucht, ob eine zusätzliche Homöopathie-Behandlung Krebskranken hilft, kommt aber zu keinem klaren Ergebnis. Doch dann erhält die Untersuchung einen Preis – und plötzlich klingt alles wie der Beweis dafür, dass die Methode Tumorpatienten mehr Lebensqualität beschert.

Von Nina Weber SpON

Homöopathie ist in Deutschland beliebt. Auch Krebskranke greifen darauf zurück – in der Regel zusätzlich zur der konventionellen Therapie, die je nach Fall Operation, Bestrahlung und Chemotherapie umfassen kann. Hilft ihnen das?

Ja, schreiben unter anderem das „Hamburger Abendblatt“ und eine Schweizer Klinik und beziehen sich dabei auf eine Studie, die kürzlich mit einem Forschungspreis ausgezeichnet wurde. Sie soll die Wirksamkeit belegen, ist dort zu lesen – doch das tut sie nicht. Vor dem Hintergrund, dass erbittert darüber gestritten wird, ob Homöopathie eine über den Placeboeffekt herausgehende Wirkung hat, ist der Fall pikant.

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1 Comment

  1. Die Homöopathie-Lobby wird sich nicht scheuen, diese Studie als Wikungsnachweis darzustellen, was aber – wie man nachlesen kann – nicht der Gruind für die Preisverleihung war. Offenbar ist der Mythos „Homöopathie“ nicht tot zu kriegen, weil die Neigung einiger Menschen zum Selbstbetrug offenbar ungebrochen ist. Solange der Glaube das Wissen dominiert, wird sich daran auch nichts ändern. Die Welt will nun mal betrogen werden, folglich wird sie auch betrogen.

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