Syrien: Christen als „Schutzschilde“ missbraucht


Rauch steigt über dem Zentrum der syrischen Hauptstadt Damaskus auf (Archiv) © Handout/Reuters

Aus Syrien kommen fast täglich erschütternde Nachrichten über Massaker und Angriffe auf die Zivilbevölkerung. In der westlichen Welt wird die Hauptschuld der Regierung und nicht den muslimischen Aufständischen gegeben. Doch Evangelikale, Katholiken und Orthodoxe warnen vor einer einseitigen Sicht des Konflikts.

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Aus Syrien kommen fast täglich erschütternde Nachrichten über Massaker und Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Seit Beginn des bewaffneten Aufstands gegen das sozialistische Regime von Präsident Baschar al-Assad im März 2011 sind schätzungsweise mehr als 17.000 Menschen ums Leben gekommen. In der westlichen Welt wird die Hauptschuld der Regierung und nicht den muslimischen Aufständischen gegeben. Doch aus Sicht der einheimischen christlichen Minderheit ist die Lage weitaus komplizierter und verzweifelter. Katholiken, Orthodoxen und Evangelikalen zufolge vertreiben islamische Extremisten Christen gezielt aus ihren Wohnvierteln. Ganze Familien würden als „menschliche Schutzschilde“ missbraucht. In Syrien kämpfen vornehmlich sunnitische Rebellen gegen das Assad-Regime. Er gehört zur alawitischen Religionsgemeinschaft, die sich von den Schiiten abgespaltet hat. Alawiten und Christen fürchten Verfolgung, wenn Assad gestürzt werden sollte. Von den 21 Millionen Einwohnern Syriens sind 90 Prozent Muslime und 6,3 Prozent Christen; davon sind jeweils drei Prozent Katholiken und Orthodoxe plus kleine Gruppen von Protestanten. Die übrige Bevölkerung besteht aus Nichtreligiösen oder Anhängern anderer Religionen.

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1 Comment

  1. Ja liebe Religioten, so ändern sich mal wieder die Zeiten. „Rin in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“. (Und ihr lernt wieder nichts dazu.)

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