Religion: Gefährlicher mentaler Stoff


© Helmut Fricke
Wie ein guter Chirurg, der nicht mehr weh tun möchte als nötig: Jürgen Habermas

Der Philosoph Jürgen Habermas disputiert in München mit dem Theologen Friedrich Wilhelm Graf über das göttliche Faible für Staatsbürgerkunde.

Von Christian Geyer Frankfurter Allgemeine

Es sind immer wieder Exotika wie Vorhaut, Kopftuch und Kruzifix, mit denen die Religion ins öffentliche Bewusstsein ragt. Ein rationalistischer Putzteufel scheint die Sicht auf den Glauben im säkularen Gemeinwesen vorzugeben: Was kann der weltanschaulich neutrale Staat noch dulden, wo muss er einschreiten? In dieser rein negativen Bestimmung, in dieser Aufreger-Perspektive ist Religion der „gefährlichste mentale Stoff“, den man sich denken kann, wie der Theologe Friedrich Wilhelm Graf bei einem Abend in der Siemens-Stiftung erklärte. Graf trat in München einerseits als Dynamithändler auf, andererseits als verantwortlicher Sprengmeister, der das religiöse Gelände absperrt, ringsum Warntäfelchen errichtet und im Übrigen darauf achtet, dass nach dem Glaubensakt die Trümmer der Vernunft fachgerecht entsorgt werden.

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1 Comment

  1. In der Religiotie ist Demokratie unmöglich, die Clangesellschaft ist seit Jahrtausenden die Norm mit Despotismus, Vetternwirtschaft, Göttern, Engeln und Dämonen sowie Betrügern oder Lügnern als Clanführer. Etwa 25% der Menschen akzeptiert blind ihre selbst ernannten Oberhirten, welche als Despoten pseudo-demokratisch ihre Unfähigkeit durch all-wissend, all-fähig, all-gütig und dem Auserwählt-Syndrom als Paranoia manifestieren. Der Despotismus unterbindet freies Denken und Handeln, was eine Gesellschaft diverser Kulturen im friedlichen Miteinander ausschließt. Soziopathische Perversion, Erpressung, Gewalt, Mord, heilige Kriege, Ausbeutung und Diskriminierung abweichender Dritter ist als „gute Tat“ von Gott gewollt.

    Professor Brad Bushman belegt in Versuchen am Institute-for-Social-Research/Michigan Texte mit göttlich befohlener Gewalt fördert Aggression. Gläubige werden gewalttätig wenn sie lesen oder hören wie in ihrem heiligen Buch Ausbeutung, Gewalt und Mord gefordert wird, Männer handeln gewalttätiger als Frauen. Fundamentalistische Varianten des Islams, Judentums und Christentums sind dabei extrem gefährlich und weder mit den Menschenrechten noch Toleranzgeboten zu vereinen. Paranoid wird der geglaubte Dämonenkult zur ewigen Wahrheit erklärt, die bei Bedarf jederzeit mit Ethnoziden (Kultur-Morden) und Genoziden (Völkermord) durchgesetzt wird.

    Der RKK Zombiekult mit fiktiven Göttern, Dämonen, Engeln, ewigem Leben, Wundern und der Hölle als Drohung steigert die Gewaltbereitschaft, zügelt Abweichler, fördert Fremdenhass und weckt die Lust auf sexuelle Gewaltorgien. Unter psychischer Drohung akzeptieren Gläubige die absurdesten Thesen wie die Fleischwerdung von Brotkrumen durch Herumfuchteln ohne jemals zu verfaulen oder zum Kinderkreuzzug 1212 n.C. die Teilung des Mittelmeeres, man kann laut RKK auf dem Meeresboden direkt nach Jerusalem laufen.

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