Punkband Pussy Riot spaltet Russlands Kirche


In Brandschriften verurteilt die russisch-orthodoxe Kirche den Skandalauftritt der Punkband Pussy Riot. Doch an der Kirchenbasis rumort es. Längst nicht alle Gläubigen billigen den Umgang mit den schrillen Putin-Kritikerinnen.

WELT ONLINE

Als Ausgeburt der Hölle und Gesandte des Satans brandmarken Teile der Moskauer Kirchenführung die Frauen der Band Pussy Riot. Gott verurteile die Tat und verlange eine harte Strafe, behauptet der prominente Kirchenfunktionär Wsewolod Tschaplin, der im Patriarchat der russisch-orthodoxen Kirche für die Beziehungen zur Gesellschaft zuständig ist. Und er kritisiert jene Glaubensbrüder, die sich für Milde und Vergebung einsetzen.

Der Fall der Punkband, die Kremlchef Wladimir Putin und Patriarch Kirill ein illegales Machtbündnis vorwerfen, spaltet längst auch Russlands Christen. Es geht um einen Kampf der verschiedenen Lager.

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3 Comments

  1. Der EGMR ist auch für Russland zuständig, da Russland Mitglied im Europarat ist.
    Allerdings wäre ein Urteil vermutlich nicht bindend, da – wie in allen MItgliedsstaaten – der EGMR nicht über den nationalen Gerichten steht.

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  2. Ich fresse einen Besen, wenn Putiin tatsächlich religiös ist. Für Polit-Religioten seines Schlages ist die Religion lediglich Mittel zum Zweck. Unter seinem Regime degeneriert Russland mehr und mehr zu einem demokratiefeindlichen Land, wobei die orthodoxen Pfaffen noch um etliches bekloppter sind als unsere rückständig ausgerichteten evangeliotischen und katholibanesischen Pfaffen. Alles andere als ein Freispruch für Pussy Riot wäre ein Fall für den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

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