Katholische Kirche kritisiert Gesetzentwurf zu Sterbehilfe


Das Betäubungsmittel Natrium-Pentobarbital: Wer einem Angehörigen ein solches Suizidmittel beschafft, soll nicht bestraft werden. Bild: dpa

In der Debatte um die Strafbarkeit der Sterbehilfe hat die katholische Kirche massive Kritik am Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) geübt.

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«Man kann nur hoffen, dass sich der Entwurf des Bundesjustizministeriums nicht im Kabinett durchsetzt», sagte Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, den «Stuttgarter Nachrichten».

Dem Entwurf zufolge soll gewerbliche Sterbehilfe mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Ungeahndet bleiben soll dagegen Beihilfe durch Angehörige und andere nahestehende Personen, auch wenn diese Ärzte oder Pflegekräfte sind. Man könne davon ausgehen, «dass jede Form der Sterbehilfe, nicht nur die gewerbsmäßige, (…) zur Normalisierung der Inanspruchnahme einer solchen Dienstleistung beiträgt», kritisierte der Sprecher der Bischofskonferenz.

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