Religiöse Beschneidung-Gesucht: Ein Gesetz, das es allen recht macht


Am 07. Mai 2012 fällte das Landgericht in Köln ein folgenschweres Urteil: Es wertete die Beschneidung eines muslimischen Jungen als Körperverletzung. Der ausführende Arzt wurde… – Foto: dpa

Bundestag und Regierung zögern inzwischen mit einem Gesetz zur religiösen Beschneidung. Unter Juristen gibt es dafür unterschiedliche Ideen – und aus religiöser Sicht wenig Spielraum, meint die Rabbinerin und Ärztin Antje Yael Deusel.

Von Andrea DernbachDER TAGESSPIEGEL

Ein Gesetz, das Muslimen und Juden die Beschneidung ihrer Söhne ausdrücklich erlaubt – bis vor wenigen Tagen sah es so aus, als werde es damit sehr rasch gehen. Doch inzwischen mehren sich die Stimmen in Bundestag und Regierung, die zu weniger Eile mahnen – oder gar meinen, man könne auf ein Gesetz trotz des Kölner Urteils verzichten. Aus dem FDP-geführten Justizministerium hieß es letzte Woche, ein gesondertes Gesetz werde es nicht geben.

Zuvor hatte es aus den Reihen der Linkspartei, der Grünen und der SPD Bedenken gegen „ein Hauruck-Verfahren“ (Grünen-Fraktionschefin Renate Künast) gegeben.

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3 Comments

  1. Die „Genfer Deklaration des Weltärztebundes“ besagt ohne einen Hinweis auf Rechte wie Freiheit, Meinungsäußerung und Unversehrtheit der Person ähnlich nationalen Gesetzen: „Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung“.

    Sobald man diese Inhalte reduziert, wird aus den Menschenrechten ein schizophrener Wahn der Religiotie. Gottes absolut perfekter Schöpfung müssen die Genitalien verstümmelt werden, das hat er damals vergessen. Für katholische Piusbrüder wie Holocaust Leugner Bischof Richard Williamson ist die Erklärung der Menschenrechte ein Fanal des Atheismus, Staaten, die sich dazu bekennen, befinden sich im Zustand der Todsünde.

    Die all-wissenden Päpste schwurbeln in Religiotie drauf los wie Papst Leo XII: „Jeder, der eine solche (Pocken)Impfung vornimmt, ist kein Sohn Gottes mehr … Die Pocken sind ein Gericht Gottes….die Impfung ist eine Herausforderung des Himmels“ oder Papst Ratzfatz: „Die Immunschwächekrankheit AIDS ist nicht mit Kondomen zu überwinden, im Gegenteil, das verschlimmert nur das Problem“. Das ist Pseudowissen wie die Weisheit von Erzbischof Maputo Francisco Chimoio, die Kondome werden bereits bei der Herstellung mit HIV Viren verseucht. Es geht der katholischen Kinderficker Sekte nicht darum leidenden Menschen zu helfen, sondern mit Angst und Terror ihren religiösen Wahn möglichst teuer zu verkaufen.

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  2. Mochten sich die schwarz-gelbe Bundesregierung, aber auch die Spitzen der oppositionellen Sozialdemokraten und Grünen der Erwartung hingegen haben, die Verfassungsrichter würden das angestrebte Eilverfahren zügig behandeln, so sahen sie sich schnell getäuscht. Offiziell soll, so die Kläger, dem Bundespräsidenten untersagt werden, die umstrittenen Gesetze zu unterzeichnen, bevor ein Urteil in der Hauptsache ergangen ist Das, freilich, hat Joachim Gauck (gewiss nach eingehenden Telefonanten zwischen Karlsruhe und dem Berliner Präsidialamt) ohnehin bereits so entschieden. Dass das BVG sich nicht auf ein Hauruck-Verfahren einlassen würde, hatte sich zudem schon durch den Beschluss angedeutet, trotz des angestrebten Eilverfahrens eine öffentliche Anhörung zu veranstalten. Und Gerichtspräsident Voßkuhle ließ schon frühzeitig keinen Zweifel daran aufkommen, dass Genauigkeit über Geschwindigkeit gehe: „Auch in ungewöhnlichen Krisensituationen darf die Verfassung nicht außer Acht gelassen werden“. So war es denn auch kein Wunder, dass das Gericht den Prozessbeteiligten viele kritische Fragen stellte.

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  3. “ Artikel 2 [ Achtung der Kindesrechte; Diskriminierungsve rbot] ( 1) D ie Vertragsstaaten achten die in diesem Übereinkommen f est geleg ten Re chte und gewährleisten sie jedem ihrer Hoheitsgewalt unterstehe nden Kin d ohne je de Diskriminierung unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe , de m Ge sc hlech t, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Ansc ha uung, de r nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, des Verm öge ns, e iner Behinderung, der Geburt oder des sonstigen Status des Kindes , se iner E lter n oder seines Vormunds “ Quelle: UN- Kinderrechtskonvention. pdf, S. 12 bzw. 6/ 15

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