80 Millionen Päpste


Dr. Michael Diener. Bild: fthgiessen

„Sie haben uns verraten!“ – Ein heftiger Vorwurf, gerichtet an den Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Dr. Michael Diener. Auslöser für kontroverse Diskussionen mit Spitzen bis zu jenem Vorwurf war eine Aussage des Theologen bei seiner Vorstellung nach der Wahl im September 2011: „Ich stehe für eine Allianz, die so evangelisch wie möglich und so evangelikal wie nötig ist.“ Im Rahmen der heute zu Ende gehenden 117. Allianzkonferenz erläuterte Diener dieses Motto und stellte sich einer öffentlichen Diskussion.

Von Steffen Liebendörfer Religionsreport

Was bedeuten die Begriffe „evangelisch“ und „evangelikal“ eigentlich? Von dieser Fragestellung ausgehend entwickelte der DEA-Vorsitzende sein Referat. Evangelisch – das sei zunächst einmal als „dem Evangelium entsprechend“ zu verstehen. Zentrale Bedeutung hätten zudem die vier Soli-Sätze der protestantischen Reformation:

  1. Sola scriptura – Die Schrift als alleinige Grundlage des christlichen Glaubens.
  2. Sola fide – Rechtfertigung des Menschen allein aus dem Glauben.
  3. Sola gratia – Errettung des glaubenden Menschen allein als Akt göttlicher Gnade, die nicht durch gute Werke erlangt werden kann.
  4. Solus Christus – Jesus Christus als alleiniger Heilsmittler zwischen Gott und den Menschen.

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