Die Christliche Rechte in den USA


Geläutert, wiedererweckt und dadurch wählbar geworden: George W. Bush Bild: kurier.at

Die Äußerungen eines Hendlbraters bringen eine nicht unmächtige Wählergruppe in den Fokus des US-Wahlkampfes – die christlichen Rechten, man könnte sie auch protestantische Fundis nennen.

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Politik und Religion – in Europa eine eher unübliche Kombination, in den USA zum Teil untrennbar miteinander verbunden. Zur Erinnerung: Die Berufung auf seinen Glauben und seine christliche Wiedergeburt sicherte schon George W. Bush die Zustimmung der religiös-bestimmten, konservativen Wählerschicht.

In den USA entwickelte sich die sogenannte Christliche Rechte in den 70er Jahren zu einer politischen Bewegung extrem-konservativer Protestanten. Gruppierungen wie Moral Majority, Religious Roundtable und Christian Voice strebten eine Rechristianisierung Amerikas an und versuchten sich mit aktiver Lobbying-Arbeit in den politischen Prozess einzubinden und so sukzessive an Einflussbereich zu gewinnen. Vor allem bei den liberalen Kräften sorgten diese erzkonservativen, zum Teil aggressiven Bewegungen für Unruhe. „I am beginning to fear that we could have an Ayatollah Khomeini in this country“, soll Patricia Harris, Gesundheitsministerin unter US-Präsident Jimmy Carter die Entwicklung der christlichen Rechten 1980 kommentiert haben. So mancher Beobachter sieht seit damals Parallelen zum islamischen Fundamentalismus.

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