Zuviel Hohn und Spott


Nach der Debatte über ein Beschneidungsverbot wird schon wieder hitzig über das Thema Religion debattiert. Diesmal geht es um die Forderung, Gotteslästerung unter Strafe zu stellen.

Von Markus Brauerschwarzwaelder-bote.de

Die beiden Cover der Juli- und August-Ausgabe des Satiremagazins „Titanic“ haben nicht nur im Vatikan für Empörung gesorgt. Den Papst mit besudelter Soutane, Kussmund und Fingerfarb-Handabdrücken auf der weißen Soutane zu illustrieren, überschreitet für römische Prälaten die Grenzen des guten Geschmacks und der Satire. So denken auch deutsche Bischöfe. Dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick muss die farbenfrohe Provokation besonders schlimm zugesetzt haben.

Der 62-Jährige, der 2002 zum Leiter des bayerischen Erzbistums ernannt worden war, gilt als einer der weniger dogmatisch verbohrten Oberhirten. Und als einer mit Sendungsbewusstsein. So schlug er 2010 vor, „ernsthaft“ darüber nachzudenken, die Priesterehe zu erlauben. Angesichts der Verunglimpfung Benedikts XVI. ist dem besonnenen Schick der Kragen geplatzt. Um die „Seele der Gläubigen“ vor Spott und Hohn zu schützen, bedürfe es eines Blasphemie-Verbots, fordert der Erzbischof.

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6 Comments

  1. Keinen Handlungsbedarf sehen die römisch-katholischen Diözesen nach dem Vorwurf, dass sich nach wie vor rund 40 missbrauchsverdächtige Priester im Amt befinden würden. Die “Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt” hatte an die entsprechenden Bischöfe Briefe mit der Bitte um Aufklärung geschickt. Die Diözesen sehen die Vorwürfe entweder als unberechtigt an, oder es seien bereits Konsequenzen gezogen worden, berichtete das Ö1-”Morgenjournal” am Dienstag.

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  2. @rhenus: Das sagst du gut. Allmächtiger Gott braucht bestimmt kein deutsches Amtgericht, um sich vor der Kritik seiner “Geschöpfe” zu schützen.

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  3. Wenn jemand durch die Stadt läuft sich wie Napoleon Bonaparte kostümiert oder den Graf von Monte Christo und dann auch noch behauptet er sei eine Wiederkehr einer der beiden, fragen die Menschen berechtig: „Der hat wohl einen an der Waffel?“

    Wenn sich ein Greis aus Bayern sich in eine weisse Soutane zwängt dazu Prada Schuhe trägt und für die meisten Menschen in unverständlichen Worten und Bildern spricht und behauptet: „Ich bin der Stellvertreter Gottes auf Erden und meine Meinung ist „unfehlbar“ und im Keller meines Anwesens in Rom habe ich die Knochen des Apostel Petrus versteckt, dann wäre die vernünftige Reaktion: Der hat wohl einen an der Waffel!“ Wenn aber ein kleiner Prozentsatz des Volkes solch einen ausgemachte Unfug ohne Beweise nachplappert – dann ist das wohl Religion….und dann darf man darüber weder nachdenken noch den Unfug vernünftg kommentieren oder kritisieren.

    Ein allmächtiger Gott -wenn es ihn denn gäbe- bräuchte bestimmt kein deutsches Amtgericht, um sich vor der Kritik seiner „Geschöpfe“ zu schützen.

    „Religiöser Artenschutz“ und eine „rote Liste“ für verrückte religiöse Ideen werden vom RKK Funktionär Schick, dem Altphilosophen Spaemann und dem Schriftsteller Mosebach gefordert. Alles sehr karnevalistisch…obwohl die verrückte Jahreszeit im Rheinland noch gar nicht begonnen hat….
    😉

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  4. Wenn ich solchen Schwachsinn predigen würde wie dieser erzbischöfliche Volltrottel, würde man mich garantiert in die Psychiatrie einweisen. Aber offenbar wird traditionell vererbter Schwachsinn nicht therapiert und somit laufen die religiös verbohrten Pfaffen und ihre dummgläubige Anhängerschaft seit vielen Jahrhunderten frei herum. Was die in dieser langen Zeit so alles angerichtet und verbrochen haben, bleibt leider ungesühnt.

    Werde ich jetzt wegen Verbreitung blasphemischer Wahrheiten bestraft ?

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