Presseschau: MIZ 2/2012


Bild: diesseits.de

Was vermag der grenzüberschreitende Atheismus? Wie geht es Atheisten im größten, christlich geprägten Land Südasiens? Und wie steht es eigentlich um Glaubensfreiheit für Nichtgläubige? Sind Salafisten die neuen Rechten? Existiert in Deutschland eine Scharia-Paralleljustiz? Diesen und anderen Fragen geht das neue Magazin des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten nach.

Von Thomas Hummitzschdiesseits.de

Der Kitt aus dem die internationalen atheistischen Träume sind, besteht aus fünf Ingredienzien: Humanistische Werte, Selbstbestimmungsrechte, rationales und evidenzbasiertes Denken, Emanzipation und Weltanschauungsfreiheit – diese Faktoren deuten auf ein gemeinsames Selbstverständnis hin, dass die zahlreichen säkularen Initiativen verbindet, meint MIZ-Redakteurin Nicole Thies. Von diesem Selbstverständnis ausgehend hat die Redaktion den transnationalen Atheismus erkunden wollen.

Dies ist ihr nur in Grenzen gelungen. Sicher ist ein Beitrag über die Debatten auf der Internationalen Atheistischen Konferenz, die im Mai in Köln stattgefunden hat, für die Erkundung des globalen Atheismus zuträglich. Auch hätte man einzelne Aspekte vertiefen können, um Fallbeispiele zu liefern, aber als Leitartikel zum Thema ist er nicht ausreichend. Er bietet Perspektiven und Einblicke, etwa einen internationalen Überblick über Blasphemiegesetze oder die religiös motivierte Diskriminierung in Europa, aber das Bild eines transnationalen Atheismus vermag dieser Beitrag nicht an den Horizont zu zeichnen. Die begleitenden Beiträge zur Situation von Atheisten auf den Philippinen sowie zur Verfolgung von Atheisten aufgrund ihres Unglaubens gehen über die Konferenz hinaus – gut so.

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