Ulmen: Nichtglaube an Gott ist auch Glaube und dümmlich


Schauspieler Christian Ulmen Bild: ddp-Themeportal

Schauspieler Christian Ulmen kann mit Atheismus nichts anfangen.

dapd

Er finde es „fast dümmlich, nicht zu erkennen, dass der eigene Nichtglaube an Gott ja auch nur ein Glaube ist“, sagte der 36-Jährige der Illustrierten „Bunte“ laut Vorabbericht vom Mittwoch. In Unterhaltungen mit Atheisten habe er außerdem festgestellt, dass sie mit ihrem Anspruch auf die ultimative Wahrheit „haarscharf“ an der Haltung von Islamisten vorbeischrammen würden.

Er selbst könne leider nicht glauben, sagte er. Er möchte immer wissen. Dennoch halte er es für richtig, wenn gläubige Familien ihre Religion an die Kinder weitergeben.

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6 Comments

  1. Herr Ulmen,

    ein Tipp: Machen Sie sich mal in einer Drehpause schlau, was Atheismus ist, und vor allem, was er nicht ist. Ich denke, Sie werden überrascht sein, zu welchen Erkenntnissen Sie da gelangen können.

    Probieren Sie’s aus! Lesen macht klug.

    Hier mal der Anfang einer Definition mit Beispiel:

    Ich will es mal etwas beschreiben:
    Der Atheist tritt mit seiner nicht vorhandenen Gottesvorstellung erst dann in Erscheinung, wenn ihm die „Gretchenfrage“ gestellt wird, also in meinem Fall: „Sag, Bernd: Wie hältst Du’s mit den Göttern?“ – Meine Antwort wäre dann: „Welche Götter?“ Dann müsste der Fragesteller seine Vorstellung erläutern. Danach würde ich vielleicht sagen: „Ich habe diese Vorstellung nicht.“

    Der Atheist trägt seine nicht vorhandenen Vorstellungen nicht zur Schau. Er zelebriert sie nicht, baut keine Tempel oder Kathedralen, schreibt keine Oratorien und schleppt keine tonnenschweren Bildnisse der Nichtgottheiten mit Tschingderassabum durch die Straßen. Nichts von all diesen zum Teil grotesken Zurschaustellungen seiner nicht vorhandenen Vorstellung erachtet der Atheist für nötig.

    Stellt keine gottbesingende Umgebung ihm die Gretchenfrage, schweigt er dazu und konzentriert sich auf seine Angelegenheiten.

    Da die Gottesvorstellung für ihn keine Rolle spielt, da nicht vorhanden, ist er meistens eher unauffällig.

    Anders sieht es aus, wenn die Gottesüberzeugten beginnen, ihre Vorstellungen allgemein gültiges Gesetz für jedermann werden zu lassen. Dann wird er aktiv und pocht auf sein Recht, davon verschont zu bleiben.

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  2. Jetzt mal ganz gechillt: wir glauben doch gar nicht, dass wir die ultimative Wahrheit gepachtet haben, oder widerspreche ich da der „allgemeinen atheistischen Lehrmeinung“ [ 😉 ] ?
    Denn wenn wir fundamentale Wahrheitshämmerer wären, wäre ich versucht über seine Aussage zum Teil nach zu denken..

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  3. Die Aussage von Herrn Ulmen (wer immer das ist), er könne selbst nicht glauben, es aber für richtig hält Religion an Kinder weiter zu geben, ist das dümmlichste was man (sicherlich auch in Verbindung mit seiner Profilierungssucht) von sich geben kann. Komödiantengeschwafel eben.

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  4. Na, klar, Eltern sollen ihre Religion weitergeben, sonst würde der Schwachsinn ja aussterben !

    Wenn eines dümmlich ist, dann der Glaube an eine Religion, die sich die Volksverdummung zur Pflicht gemacht hat.

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  5. Gibt es eigentlich den Begriff „militanter Agnostiker“? Also für diese spezielle Sorte von Mensch, die mir andauernd erzählt, dass ich dadurch, dass ich eben NICHT an Gott glaube, doch genauso gläubig sei wie ein Theist.

    Äh, ja… unheimlich clever…
    Vor allem, weil dieses Argument auch wirklich ausschließlich in Verbindung mit Gott benutzt wird. Niemand hat ein Problem damit, wenn ich sage: „Ich glaube nicht an Einhörner“. Warum ist es also so inakzeptabel für manche Leute, wenn ich das Gleiche über Gott sage?

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