Bittere Lektion für den Heiligen Stuhl


Medienwirksam vor dem Prozess: Titanic-Team, ©dapd

Einen Tag vor Beginn der Verhandlung vor dem Hamburger Landgericht hat der Vatikan seine Klage gegen das Satiremagazin „Titanic“ zurückgezogen. Obwohl das juristische Vorgehen anfänglich auch unter Kirchenfernen Zustimmung fand, überrascht die Entscheidung kaum. Denn gewinnen konnte diesmal nur „Titanic“.

domradio.de

Die Mitteilung war lakonisch knapp wie fast alle Presseerklärungen aus dem Vatikan. „Nach eingehenden Beratungen ist der Heilige Stuhl zur Entscheidung gelangt, eine Rücknahme des Antrags auf einstweilige Verfügung gegen den Titanic Verlag zu veranlassen. Zugleich werden weitere rechtliche Maßnahmen geprüft, um Angriffen auf die Würde des Papstes und der katholischen Kirche wirksam zu begegnen.“

Zu finden war die Ankündigung am Donnerstagnachmittag auf der offiziellen Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz, am Tag vor dem geplanten Beginn des Prozesses des Heiligen Stuhls gegen das Satiremagazin wegen einer verunglimpfenden Darstellung des Papstes.

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1 Comment

  1. „…um Angriffen auf die Würde des Papstes…“ ???
    Wenn der Papst echte Würde hätte, wäre er nicht Papst. (Und aus dem Verein wäre er auch schon längst ausgetreten.)

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