Lammert: „Europa braucht die Kirchen“


Norbert Lammert, Bild: see-online.info

Im Kampf gegen die Euro- und Schuldenkrise spielen die Kirchen nach Überzeugung von Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert eine bedeutende Rolle. Denn diese Krise lasse sich nicht allein auf ökonomischem Weg lösen: „Europa braucht gemeinsame Erfahrungen, Überzeugungen, Orientierungen“, sagte Lammert am Freitagabend während einer Begegnungstagung für Politiker, zu der die Evangelische Kirche von Westfalen nach Schwerte-Villigst eingeladen hatte.

Religionsreport

Von den Kirchen erwartet der Bundestagspräsident, dass sie die existenzielle Bedeutung der gemeinsamen Überzeugungen und Orientierungen immer wieder deutlich machen. Lammert warnte vor einfachen Lösungen. „Die Kirchen in Europa können helfen, komplizierte Zusammenhänge verständlich zu machen. Und sie dürfen die Politik daran erinnern, dass die Neigung zur Maßlosigkeit dazu verführt, rechtliche Verpflichtungen hinter sich zu lassen, weil man leicht Opfer des eigenen Größenwahns wird.“ Um die wirtschaftliche Krise zu bewältigen, müssen sich die Europäer nach Lammerts Überzeugung darüber klar werden, was sie sich eigentlich unter Europa vorstellen.

weiterlesen

6 Comments

  1. Bei einem solchen Satz wie dem von Norbert Lammert: „Wir sind ein Volk“ kriegt natürlich jeder Soziobiologe das Kotzen. Denn: dieser Gruppenblödsinn vermehrt sich schon seit dem „auserwählten Volk“ der „Juden“, und Lammert (der Chef der Lämmer) ist leider auch nur ein Sklave dieser dummen „jüdischen Tradition“ des Völkismus.

    Gefällt mir

  2. Sehr verehrter Herr Bundestagspräsident,

    … Ich meine, die Gesellschaft braucht jeden klugen Kopf, um Kompliziertes verständlich zu machen. Auch und gerade solche Köpfe, die nicht den Rückgriff auf „höchste“ Instanzen bemühen müssen, um Politiker an ethische Wertmaßstäbe zu erinnern.
    Ethische Wertmaßstäbe und Begründungen allgemeindienlichen Handelns haben den Vorteil, dass sie von einem größeren Anteil der Bevölkerung geteilt und als gut erachtet werden können, da ihr Zustandekommen dem gleichberechtigten Diskurs aller zu verdanken ist.
    Am Ende einer solchen Debatte mag dann gesetzgeberisches Handeln der durch das Volk dazu bestimmten Vertreter und Verfassungsorgane („alle Gewalt geht vom Volke aus“) stehen. Zugleich aber sind deren Abstimmungen nicht in Stein gemeißelt; sie müssen sich immer wieder dem Urteil der gesamten Gesellschaft (nicht bloß allzu einseitig besetzten Ethikräten [siehe Beschneidungsdebatte]) stellen. Nur so ist es gut und billig.

    Gefällt mir

  3. Ein wahrhaft würdiger Kandidat für den DODO. Leider ist er nicht auf der Liste.
    Es ist mir absolut unverständlich, wie man sich zu solch einer Schwurbelei hinreissen lassen kann. Fehlen denn diesem Herrn nicht nur historische Bildung, sondern auch noch jegliches Wahrnehmungsvermögen? Merkt der nicht, dass diese Purpurmäntel und Schwarzkittel ihn komplett verscheisssern?

    Es könnte aber auch sein, dass er die total verkorkste politische und wirtschaftliche Lage erkennt und nach dem Motto: „“Halt Du sie dumm, ich mach sie arm”, die Bevölkerung am Nasenring hinter sich herziehen will. Welch ein erbärmlicher Versuch seine Mitmenschen hinters Licht zu führen. 👿

    Gefällt mir

  4. Was für eine armselige Politiker-Clique, die der Meinung ist, dass der religiotische Selbstbetrug bei der Lösung von politischen Fragen und Problemen hilfreich sein könnte !? Die Religion selbst, bzw. die Kirchen sind letztlich Teil der Probleme, die es zu erklären und zu bewältigen gibt. Man erinnere sich daran, dass einige der größten Probleme, vor die sich die Welt gestellt sieht, durch den religiotischen Fanatismus erst begründet wurden.

    Gefällt mir

  5. Europa braucht weder Kirchen noch den Herrn Lammert. Beide veräppeln nur die Leute und sie kosten einen Haufen Geld. Der Mann sollte auf die Gehaltsliste des Vatikan und sein Einkommen nicht vom Steuerzahler beziehen. Man stelle sich einmal vor was der von sich gibt. Kirchen könnten helfen, komplizierte Zusammenhänge zu verdeutlichen ! Mal von dem religiösen Blödsinn ganz abgesehen, meint er etwa deren Geldwaschgeschäfte oder das Thema Kinderficker oder vielleicht die Empfängnis- und AIDS-Verhütungsproblematik ? Möglicherweise auch den extravaganten Lebensstil ihrer Bischöfe (wie z.B. dem Erdbeerschorsch aus Limburg an der Lahn) ?
    Der Tortentänzer gehört doch auf den Mond und nicht in den Bundestag.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.