US-Wahlkampf: Evangelikale als Zünglein an der Waage?


Zweimal wählten die mächtigen Evangelikalen George W. Bush ins Weiße Haus. Ihre Werte: keine Abtreibung, keine Homosexuellenehe. Doch seit einigen Jahren wandeln sich ihre Prioritäten. Gut für die Demokraten – oder vielleicht doch nicht?

Von Nicola Meierchrismon.de

Frau Pally, warum haben die Evangelikalen in den USA so eine politische Macht?

Marcia Pally: Ihr Einfluss auf die amerikanische Kultur ist groß, und sie sind mit 75 Millionen auch zahlenmäßig eine bedeutende Gruppe bei Wahlen.

Bisher ein Vorteil für die Republikaner, weil die Evangelikalen meist rechts wählen. 40 Jahre lang haben sie das getan. Aber seit 2005 ändert sich das. Warum?

Ein gewisser Idealismus und Antimaterialismus, vor allem bei jungen Evangelikalen. Außerdem ein größeres Bewusstsein für die Umwelt und soziale Themen wie beispielsweise den Kampf gegen Armut. Ironischerweise hat auch George W. Bush, den die religiöse Rechte zweimal bei den Präsidentschaftswahlen unterstützte, zu einem Umdenken geführt.

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1 Comment

  1. Für Atheisten nur schwer nachzuvollziehen, dass Religioten die Wahl des US-Präsidenten bestimmen. Aber wie heißt es doch so treffend: Jedes Volk bekommt nun mal die Regierung, die es verdient !

    So weit, so gut, aber der Rest der Welt ist vom Votum der Religioten abhängig und das macht die Geschichte leider nicht erträglicher. Uns bleibt die Hoffung, dass sich eines hoffentlich nicht allzu fernen Tages das Motto: „Keine Macht den Religioten“ erfüllen möge ! Diese Leute haben schließlich schon viel zuviel Unheil auf unserem Planeten angerichtet !

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