Religion ist der organisierte Wille, gekränkt zu sein


Die Zugspitze: Mit Postkartenschnee und einem religiösen Symbol. Bild: dapd

Überall, wo Gesellschaften ökonomisch und kulturell zerfallen, entwickeln sich Spannungen und Konflikte zwischen den Religionsgruppen. Hinterher mag man sich fragen: Erzeugt die Hinwendung zu religiösem Fundamentalismus, als letzter und radikalster Form von Identitätspolitik, die Gewalt, oder erzeugt die soziale Gewalt, die große Teile der Bevölkerung erleben, eine Flucht in die Religion?

Von Georg Seesslentaz

Klar ist nur: Wer Religion als Rekonstruktionsmittel einer angeknacksten Persönlichkeit und eines zerfasernden Kollektivs braucht, benötigt auch einen Gegner. Ist also möglicherweise jede Form von religiöser Verdichtung und Veräußerlichung ein Vorzeichen von Gewalt? Kann zu viel Religion den Rechtsstaat gefährden?

Die Sache beginnt mit kleinen, grotesken Episoden: So zeigt ein Werbeprospekt für arabische Touristen in diesem Jahr die Zugspitze ohne Gipfelkreuz, woraufhin ein Weihbischof namens Wolfgang Bischof öffentlich den Eindruck rügte, „man wolle die religiösen Wurzeln Bayerns verleugnen“. Nett war die entschuldigende Begründung der Tourismusfachleute, die in aller Unschuld verkündeten, für Besucher aus den arabischen Ländern stehe nun mal eben der Schnee auf der Zugspitze im Vordergrund.

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3 Comments

  1. Über Jahrhunderte hinweg wurde der Menschheit eingeimpft, dass der Glaube eine fundamentale Bedeutung für die friedliche Entwicklung der Menschheit habe. Das hatte zur Folge, dass die Menschen das eigenständige Denken vernachläßigt und dem Glauben den Vorrang eingeräumt haben. Hätte man stattdessen dem Streben und Forschen nach Wissen Priorität zugestanden, sähe unsere Welt unter Garantie völlig anders aus. (Man würde sich z.B. nicht über die Religionen und deren unterschiedlichsten Auslegungen streiten.)

    Die Forderung an die Menschen, an die Existenz eines Gottes zu glauben, obwohl ein Beweis für ein überirdisches Gottwesen nie erbracht werden konnte, verbietet den Menschen im Grunde genommen das kritische Hinterfragen und verunmöglichte somit die Wahrheitsfindung und die Weiterentwicklung des Wissens.

    Irgendwelche Kreise auf unserem Planeten scheinen ein riesengroßes Interesse daran zu haben, die Menschheit dumm zu halten und das Streben nach Wahrheit und Wissen zu behindern !

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  2. Rassismus ist der übelste Aspekt aller Religionen. Ungläubige, Abweichler und Fremdgläubige werden missioniert, deren Existenz bedroht, die Ehe verweigert. der Job gekündigt, versklavt, gesteinigt, verbrannt. Die Menschenrechte der UN-Resolution von 1948 lehnt die RKK ab und diskriminiert in Doppelmoral nach Geschlecht, Glauben, Handeln, Denken und Lebensweise als von Gott gewollt. In den Kirchen agieren Fanatiker, Irre, Pädophile, Schizophren, Unsterbliche, All-Wissende oder von Gott Auserwählte wie in der geschlossenen Anstalt und hämmern Kindern ihren Rassismus ins Gehirn.

    Gläubige sind in ihrer geistigen Einfalt obrigkeitshörig, ihr Denken ist zu inflexibel abweichende Positionen zu analysieren und Kritik zu verstehen. Glaube ist somit die logische Ursache fehlender Kritikfähigkeit und nicht etwa dessen Folge. Kritik ist religiös nicht diskutierbar, als Blasphemie wird sie gewaltsam bis hin zum Mord unterdrückt.

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  3. Es ist historisch zu belegen, dass die Religionen den Frieden in der Welt entscheidend behindern. Zu verhindern wäre dies möglicherweise, wenn sich die Religionsgemeinschaften (Christen, Muslime, Juden usw.) jeglicher politischen Aktivitäten und Einmischungen enthielten und Religion lediglich reine Privatsache bliebe. In letzter Zeit ist aber festzustellen, dass deutsche Politiker wie z.B. der Dodo-Thierse (SPD) die Christen explizit dazu auffordern, sich verstärkt im christlichen Sinne politisch zu engagieren. Dass dies eindeutig im Widerspruch zum Säkularismus, dem sich Deutschland verschrieben hat, steht, kümmert Thierse und Konsorten einen Dreck. Somit sind diese Leute sowohl Verursacher als auch Teil des Problems und müssen als die eigentlichen Brandstifter und Konfliktmacher bezeichnet werden.

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