Neue christliche Gewalt in Nordirland


Trügerische Harmonie in Belfast (© CC )

Die Bilder erinnern an die 1970er Jahre: Vermummte Demonstranten werfen im nordirischen Belfast Pflastersteine und die Polizei fährt mit Wasserwerfern auf. Bei den schwersten Ausschreitungen seit Jahren in Nordirland wurden mehr als 60 Polizisten verletzt.

domradio.de

Trotz des zuletzt erfolgreich gestalteten Friedensprozesses kommt Nordirland nicht zur Ruhe. Über die Gründe spricht der Nordirland-Experte Bernhard Moltmann im domradio.de-Interview.

Wiederholt kam es im Stadtzentrum der nordirischen Hauptstadt Belfast zu Straßenkämpfen zwischen protestantischen Unionisten und katholischen Republikanern, bei denen die Beamten mit Steinen, Golfbällen und Brandbomben beworfen wurden. Allein am Sonntag wurden 47 Polizisten bei Auseinandersetzungen verletzt, die nach einem republikanischen Marsch im Norden von Belfast aufflammten.

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2 Comments

  1. Der Konflikt in Nordirland hat zwar auch eine religiöse Enstehungsursache, aber sein Antrieb ist ein Ungerechtigkeitsempfinden (Hass) was zur Zeit der Unabhängigkeit der Republik Irlands enstanden ist. Die beiden Konfessionen beschreiben somit primär zwei unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen. Die Religion ist in diesem Fall kein Motor des Konflikts, sondern eher ein Maskottchen.

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  2. Dies ist keine Wiederauferstehung des Religiotentums in Irland. Die irischen Religioten waren nie ganz weg, sie haben nur eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Wie man sieht, hat der religiotische Wahnsinn in Irland jetzt wieder Hochkonjunktur ! Auf geht’s ! Auf ein Neues !

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