Gianluigi Nuzzi: «Die Heuchelei im Vatikan widerstrebt dem Glauben»


«Die Fakten in meinem Buch betreffen über eine Milliarde Christen.» Gianluigi Nuzzi (43) nik hunger

Diese Woche erscheint das Enthüllungsbuch «Seine Heiligkeit» des Vatikan-Experten Gianluigi Nuzzi. Es enthüllt die Hintergründe des Skandals um die geheimen Dokumente aus dem Schreibtisch von Papst Benedikt XVI.

Von Gabriele HaschkeBlick.ch

Blick: Seit Ihr Buch «Sua San­tità» («Seine Heiligkeit») im Mai in Italien auf den Markt kam, steht der Vatikan kopf. Wie kamen Sie an die streng vertraulichen Originaldokumente aus dem Schreibtisch des Papstes und von seinen engsten Mitarbeitern?
Gianluigi Nuzzi: Mein erstes Buch «Vatikan AG», in dem ich 2009 über finanzielle Machenschaften der Römischen Kurie während des Pontifikats von Karol Wojtyla berichtete, hat dazu geführt, dass diese neuen Informanten auf mich zukamen.

Wer sind diese Informanten?
Gläubige Christen, die im Va­tikan leben und für den Heiligen Stuhl in unterschiedlichen Funktionen und Ämtern arbeiten. Der Pressekodex verpflichtet mich, ihre Identität unter allen Umständen zu schützen. Sie tragen den Decknamen «Maria». Nicht alle Informanten kennen sich untereinander.

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1 Comment

  1. Natürlich widerstrebt die Heuchelei im Vatikan den Leitideen der christlichen Lehre. Das wissen die Brüder auch, nur sie gehört eben dazu wie die Luft zum atmen. Ohne Heuchelei über die Jahrhunderte hinweg wären die nie geworden was sie heute sind. Das ein Herrgott, wenn es ihn gäbe, die ganzen Schweinereien seiner Schafshüter stillschweigend mit angesehen haben sollte, würde nicht gerade für ihn sprechen. Also liebe Schafe, immer schön scheren lassen und treudoof weiterblöcken. 😉

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